Daytona Beach – The world’s most famous beach

Daytona Beach – the world’s most famous beach

9. Mai 2010

Gegen 19 Uhr des Vorabends hieß es schließlich „Good bye, Washington!“. Next stop: Daytona Beach. Doch davor hieß es erst mal durchbeißen. Es warteten nunmal über 1000km auf uns. In einer Nacht. Awesome! Mit genügend Kaffee würde es schon gehen, dachten wir. Es ging auch. Allerdings ohne Kaffee. Von vier Zwischenstopps, war bei drei die Kaffeemaschine defekt. Awesome too! Übrigens: Wenn man nachts um halb 3 bei einem McDonalds-Restaurant mitten in der Pampa steht und typische Gangster-Schlitten um einen herum kreisen, wird einem dann doch ein wenig mulmig in der Magengegend. Vielleicht lag das ungute Gefühl aber auch daran, dass sich der Magen nur langsam an die Chlor-Getränke hier gewöhnt. Egal was man trinkt: Es schmeckt nach Chlor! Selbst der frisch-gepresste Orangensaft hat eine Chlor-Note. Dafür leicht im Abgang…

Übernachtig, aber gut gelaunt war es gegen halb 9 morgens dann soweit: Welcome to Daytona Beach – the world’s most famous beach! Palmen soweit das Auge reicht, strahlend blauer Himmel, 27°, windig. Die Seitengassen haben den Flair der Wisteria Lane von Desperate Housewives, wo normalerweise Intrigen, Hass und Eifersucht herrschen. All das hier fehl am Platz. Mit einem der praktischen Coupons, die es an jeder Tankstelle und Raststation gibt, hieß es erstmal einchecken im Hotel. Nachdem die Zimmer aber noch nicht fertig gereinigt waren (Die Lieferung der Chlor-Putzmitteln hat sich verzögert. Zu lange Abladezeit bei McDonalds!), packten wir die Gelegenheit am Schopf und machten erstmal den Pool unsicher, der verwunderlicherweise überhaupt nicht nach Chlor geschmeckt hat. Sondern nach Salz. Auch nicht besser…

Während eines kleinen Nickerchens hat schließlich die Sonne uns am Schopf gepackt. Hier wird jede Stelle, die nicht mit Sonnencreme bedeckt ist, gnadenlos mit heftigem Sonnenbrand bestraft. Ganz nach dem Motto „Ey, ihr seid so white, wenn ich mit euch fertig bin, dann burnts!“. Verdammt richtig! Heute (wir sitzen gerade mal wieder im Auto Richtung Cape Canaveral, mehr dazu später) sehe ich aus, wie der Sohn des Stammesführers der Redneck-Indianer. Nur ohne Kopfschmuck. Und ohne Squaw. Und ohne Pferd. Also eigentlich gleicht mein Sonnenbrand nur einer Kriegsbemalung.

Nach ein paar Runden im Pool gings zum ersten Mal Richtung atlantischen Ozean. Hammergeile Wellen, weißer, feiner Sandstrand. Eigentlich weich, aber trotzdem so hart, dass Autos auf dem Strand fahren können und dürfen.

Nachdem die Zimmer nun endlich fertig waren, hieß es endlich duschen, Zähne putzen, kultivieren. Nach der langen Nacht ohne Waschmöglichkeiten hatten wir das auch nötig. Oh ja, es roch nicht angenehm! Aber ist ja schließlich ein Road-Trip. Wäre ja langweilig, wenn alles wie zu Hause wäre!

Und danach gings auch schon dort hin, wofür Daytona neben dem erstklassigen Strand bekannt ist: Daytona International Speedway. Ein 2,5 Meilen langer Rundkurs mit Steilkurven, wo einmal im Jahr die bekannten Nascar-Rennen stattfinden. Nach einem wirklich guten 45-minütigen IMAX-3D-Film über die Geschichte der Nascar-Faszination hieß es „Fasten your seatbelts, let’s get down to the track“. Wir fuhren zwar nicht mit einem original Nascar, aber immerhin mit einem fast genau so schnellem Bummelzug. Achtung Ironie! Die Steilkurven haben wir trotzdem gepackt. Noch schnell ein paar Fotos auf dem original Siegertreppchen gemacht. Dann wieder zurück in das Besucherzentrum, wo einige Modelle ausgestellt sind. Ich könnte mir schon vorstellen, mir jetzt das ein oder andere Nascar-Rennen im TV anzusehen. Irgendwie schon spannend!

Von so viel Gesehenem wird man natürlich hungrig. Also auf zu Gator’s, einem BBQ- & Wings-Restaurant. Weltklasse Spareribs, superleckere Chicken-Wings und geniale Philly-Cheese-Steaks. Es wundert mich echt kein bisschen mehr, warum so viele Amerikaner mit einem dreifachen Schwimmreifen herumlaufen. Ich versteh sie!

Den Abschluss des Tages hat letzten Endes ein Spaziergang am Strip (Nein, keine nackte Haut! Wobei es hier auch einige Gentlemen’s Clubs gibt. Ich wollte ja hin, aber die anderen nicht.. versteh ich nicht!) und natürlich das versorgen des Sonnenbrandes.

Liebe Grüße, der verbrannte Krieger

Eine Antwort zu „Daytona Beach – The world’s most famous beach”.

  1. Hi USA vacationers, ich freu mich mit euch über die vielen Eindrücke die ihr erleben dürfst. Gratulation zu den Spannenden und voll gut geschriebenen Beiträgen, lg und noch viele schöne Tage , willi

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