Adrenalin-Schub 2.0 – Universal Studios
17. Mai 2010
Es hat geregnet! Oh mein Gott, es hat geregnet! Schon wieder! Der Wettergott meint es derzeit nicht sonderlich gut mit uns. Scheinbar als Bestrafung dafür, dass es uns in letzter Zeit vom Wetter her so gut ging, während Wien fast einem zweiten Atlantis gleicht.
Mittlerweile hat sich das Wetter aber wieder beruhigt und soll in den nächsten Tagen besser werden.
Heute gibt es außerdem im Blog zum ersten Mal ein paar Fotos, nachdem es die letzten Male nicht so funktioniert hat, wie es hätte sollen.
Nach langem hin und her überlegen, was wir mit dem heutigen Tag anstellen sollen, fiel die Entscheidung schließlich auf die Universal Studios. Teil 1 – Die Studios selbst. Der zweite Teil, also Universal’s Island of Adventure ist übermorgen an der Reihe.
Aus Erfahrung wissen wir mittlerweile, dass es klug ist, gleich zu Beginn des Parkbesuchs die Hauptattraktionen zu machen, da die Wartezeiten hier immer am längsten sind. Im Falle der Universal Studios ist das „Hollywood Rip Ride Rockit“. Ein erstklassiger Rollercoaster, bei dem die Züge senkrecht hochgezogen werden, um gleich darauf in die Tiefe zu stürzen. Und das mit einem Speed, der die Ohren zum flattern bringt. Das Besondere an dieser Achterbahn ist, dass man die Musik, die man während dem Ritt hören will, selbst aussuchen kann. Ich entschied mich für Daft Punk. Harder, Better, Faster, Stronger. Ein ideales Motto für heute. Lustig ist auch, dass vor jedem Sitz eine Kamera montiert ist, die die gesamte Fahrt aufzeichnet, um sie nachher auf DVD mit nach Hause nehmen zu können. Unfassbar, was hier für Fratzen gezogen werden. Von Vorfreude über Euphorie bis hin zu purer Angst in manchen Gesichtern. 40$ für eine DVD mit ca. drei Minuten Filmmaterial waren mir dann aber doch zu viel. Ich brauch schließlich noch Geld für die nächsten Outlets!
Nach „Rockit“ gleich mal zur nächsten Hauptattraktion: „The Revenge of the Mummy“ – Die Mumie. Ein Indoor-Coaster der besonderen Art. Sehr geile Kulissen, Feuerbälle, die bekannten Skarabäus-Käfer, Mumien-Krieger und alles, was das Archäologen-Herz sonst noch begehrt. Was diesen Launched-Coaster, der bergauf beschleunigt, außerdem besonders macht ist, dass man auch ein Stück rückwärts fahrt. Das gibt natürlich einen zusätzlichen Kick!
Es war an der Zeit für etwas Gemütliches. Also rein zu „Twister.. Ride it out“. Am eigenen Leib erfahren, wie man sich in einem Tornado fühlt. Ziemlich gut dargestellt, mit einem richtigen Wirbelsturm in der Mitte. Mit dabei natürlich wieder alles, was man für ein actiongeladenes Abenteuer braucht. Feuer, jede Menge sprühende Funken, Wassermassen. Nur die vorbeifliegende Kuh auf zwei Seilen wirkte ein wenig billig. Wenigstens hat sie brav gemuht, als sie an uns vorbei kam. Freundliche Kuh. Sie war mir sympathisch.
Von der einen Katastrophe gleich zur nächsten: „Disaster“. Eine relativ unspektakuläre Walk-In-Attraktion. Zwar nicht langweilig, aber auch nicht unbedingt erzählenswert.
Voller Vorfreude seitens unserer Krisenbewältigungsleiterin Carina ging es auf zu „Jaws“, dem weißen Hai. Wenn da nicht eine nette Dame vor dem Eingang gestanden wäre, die uns weitergewunken hat. „Due to technical issues, this ride is closed at the moment. Please come back in a while for more informations.“ Nachdem diese Attraktion angeblich ohnehin nicht sonderlich toll sein soll, hielt sich die Trauer in Grenzen. Nur Carina war schwer enttäuscht und den Tränen nahe. Ich würde jetzt gerne ein kollektives „Oooooh!“ hören! Carina zu liebe!
Ich persönlich freute mich am meisten auf die folgende Attraktion: The Simpsons – The Ride. Awesome! Bisher der beste Motion-Coaster, mit dem ich bis jetzt gefahren bin! Coole Story, erstklassige Umsetzung! Obwohl man nur in einem beweglichen „Schiffchen“ sitzt und sich alles andere auf einer riesigen Leinwand vor einem abspielt, glaubt man, man sitzt tatsächlich in der Simpsons-Achterbahn und düst damit durch ganz Krustyland, auf der Flucht von Tingeltangel-Bob. Raus aus dem Gebäude, hin zu Homer für eine kleine Foto-Session. Danach mussten wir natürlich noch in den Kwik-E-Mart. Mal schnell mit knappen 100$ die Wirtschaft in Springfield angekurbelt, um danach bestens gelaunt, ein paar Aliens vernichten zu können. Im Men in Black-Trainings-Center. Hier ist es das Ziel, mit einer kleinen Laserpistole so viele Aliens wie möglich ins Jenseits zu befördern. Glaube ich. Ich weiß es nicht mehr so genau. Wir wurden danach ja geblitzdingst. Glaube ich.
Nachdem wie bereits in den letzten Tagen relativ wenig los war (die längste Wartezeit war bei Rockit, knappe 45 Minuten), standen wir auch bei „Shrek 4D“ nicht lange und konnten direkt rein in den Kinosaal. Ein zirka 15-minütiger Film über Shrek, sein Weibchen Fiona, Esel und die anderen Charaktere aus der Shrek-Triologie. Begleitet von beweglichen Sitzen, Wind und Wasser. Für Kinder ideal, für Adrenalin-Junkies eher eine Verschnaufpause.
Der letzte Stopp war das E.T.-Adventure. Wer kennt es nicht, das liebenswürdige Alien mit dem leuchtenden Finger. Also schnell auf das Rad geschwungen, die Kreatur in den Fahrradkorb eingeladen und ab durch den Wald und auf den fremden Planeten, den wir natürlich gerettet haben. Ein Hoch auf uns selbst! Zwar ist es eher eine Attraktion für Kinder, aber nachdem es mal wieder gepisst hat wie Sau, war der Zeitpunkt ideal.
Zur Verwunderung aller war Curly-Sue besonders vom Mumien-Coaster angetan, also nichts wie ab zur zweiten Runde. Ihr zuliebe. Aber einzuwenden hatte niemand etwas dagegen, weil er wirklich eine zweite Runde wert war. Und das bei nur 10 Minuten Wartezeit. Ähnliches Szenario wie gestern bei „Sheikra“. Beim Ausgang raus, beim Eingang direkt wieder rein. Get ready to rumble – Round 3!
Zum krönenden Abschluss war noch eine Runde „Rockit“ dran. Durch das Single-Rider-System spart man sich einiges an Zeit. Man muss sich nicht bei der regulären, langen Schlange anstellen, sondern kann direkt weiter vor zum Einstieg. Einziger Nachteil: Man sitzt neben einer wildfremden Person. Nicht wirklich tragisch, da man während einer Fahrt mit der Achterbahn ohnehin selten etwas miteinander besprechen muss.
Zum Abendessen gab es heute Pizza. Nicht irgendeine Pizza. Cici’s Pizza & Pasta all you can eat-Buffett um nur $ 5,99. Wir haben uns ausgerechnet, wie unawesome die Pizza wohl schmecken wird, wurden aber eines besseren belehrt. Heißer Tipp für alle Amerika-Besucher!
Den Abschluss des Tages bildete wie bereits gestern der Abend-Schlummer-Trunk an der Poolbar. Mein mittlerweile tägliches Corona. Aus der Dose. Aber mit Limette! So viel Stil muss sein. Michael bezeichnet das mexikanische Cerveza immer als Tucken-Bier. Aber ist klar, dass einer, der die stärksten Toiletten in die Knie zwingt, etwas stärkeres braucht. Leider fehlte aber einer aus unserer mittlerweile gewachsenen Partie. Frank. Ein umgänglicher, netter Typ, den wir gestern zum ersten Mal gesehen haben. Ein Einheimischer, der scheinbar öfters am Abend eine Runde vorbeischaut, was es an der Poolbar Neues gibt. Aber heute war er nicht da. Vermutlich machte er im Nachbarhotel gerade eine paar Frauen klar, der alte Draufgänger.
Nun noch schnell unter die Dusche und dann ab ins Bett. Morgen warten jede Menge Fischis, Pinguinis, Haiis, Delphinis, Walis und so weiter auf uns. Und natürlich Rollercoaster! Whatelse?
In diesem Sinne, gute Nacht!
PS: Frank ist ein Opossum. Wir gaben ihm den Namen „Frank, the fucking fucking awesome opossum“.





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