Unvergessliche Erlebnisse in Sea World

Unvergessliche Erlebnisse in Sea World

18. Mai 2010

Es ist wieder so weit. Schon wieder ist es Mitternacht und ein Tag in Orlando neigt sich dem Ende zu. Ich denke, die Uhren hier ticken schneller, anders kann ich es mir nicht erklären. Nun sitze ich also hier vor dem Hotelzimmer und schreibe den heutigen Statusbericht.

Wie gestern bereits vorangekündigt stand heute Sea World auf dem Programm. Nach einem kleinen Frühstücks-Happen von McDonalds ging es auf in die nächste heile Welt. Wie bei den letzten Freizeitparks standen auch hier die Rollercoaster als erstes auf dem Tagesplan. Gott sei Dank sind es in Sea World nur zwei (plus eine Wasserbahn): „Kraken“ und „Manta“. Also gleich mal schnurstracks zu „Manta“. Die 10 Minuten Wartezeit auf der Anzeigetafel vergingen allein dadurch, dass die menschenleere Schlange so lange und verwinkelt ist. Ohne Anstellen also hinein in die Sitze, Bügel runter und ab geht’s. Das Besondere an „Manta“ ist, dass man mit dem Gesicht nach unten sitzt. Dadurch fühlt es sich an, als würde man tatsächlich durch den Park fliegen. Super! Wie bereits gewohnt, raus beim Ausgang, rein beim Eingang. Runde zwei!

Nächster Stopp: „Kraken“. Die angeblich schnellste und höchste Achterbahn in Orlando. Ich persönlich hätte mir ein bisschen mehr erwartet. Schnell und hoch auf alle Fälle, aber im Gegensatz zu manchen anderen Coastern nicht wirklich spektakulär. Eine zweite Fahrt gleich im Anschluss musste trotzdem her. Nur Schnuffi musste bei der zweiten Runde pausieren, da sein Magen heute nicht so ganz mitgespielt hat, wie gewollt.

Um gleich alle Bahnen durchgemacht zu haben, ging es weiter mit „Journey to Atlantis“, eine Mischung aus Rollercoaster und Wasserbahn. Ziemlich steile Abfahrten und hohe Geschwindigkeiten. Michi und Schnuffi nahmen (mal wieder) in der ersten Reihe platz. Komplettdusche inklusive.

Die Zeit verging schneller als geglaubt, deshalb waren wir ein bisschen spät dran für die erste geplante Live-Show des Tages: „Clyde and Seymore Take Pirate Island“. Eine Show mit Otter und Seelöwen. Ich bin mir nicht sicher, ob das alles einstudiert war oder wirklich nichts so hingehauen hat wie es sollte. Lustig war es auf alle Fälle. Highlight war auf jeden Fall ein riesengroßes, fettes Walross. Sah ein wenig aus wie Jabba The Hutt von Star Wars.

Nach einer Runde durch den Hai-Tunnel stand auch schon die nächste Show an: Believe, starring Shamu. In Sea World gibt es für jede Tierart ein eigenes Stadion, so natürlich auch das Shamu-Stadium. Hier finden die Shows mit den beliebten Orcas statt. Ein wahrer Publikumsmagnet. Bereits eine halbe Stunde vor Beginn waren die unzähligen (Schnuffi schätzt sie auf etwa 5000) Sitzplätze besetzt. Erst im Februar hat einer der Killerwale seinem Namen alle Ehre gemacht und eine der Trainerinnen ins Wasser gezogen und dadurch getötet. Berufsrisiko. Auch der schönste Job hat seine Kehrseiten. Die Show war sehr emotional aufgebaut und soll dem Publikum die Faszination dieser Meeresbewohner näher bringen. Unglaublich, was diese Tiere alles antrainiert bekommen. Winken, Leute nass machen, Zunge zeigen, springen und vieles mehr.

Unser Zeitplan war dicht gedrängt. Ohne Zwischenstopp zur Delfin-Show. Wie auch die Vorführung der Killerwale war auch dieses Programm emotional aufgebaut, mit einer kleinen netten Geschichte untermalt und von Artisten und Turmspringern abgerundet. Angefangen vom Surfen auf den Tieren, über diverse Sprünge, bis hin zum Wegkatapultieren der Trainer war natürlich alles dabei.

Nach dem beobachten der relativ trägen Manatis – hier gibt es bei jedem Aquarium auch einen unterirdischen „Underwater Viewing“-Bereich um die Tiere beim Schwimmen zu beobachten – ist uns ein kleines Becken mit ungiftigen Stachel- und Manta-Rochen aufgefallen. Anfangs noch gezögert, wanderte die Hand dann langsam ins Becken, um mal kurz zaghaft eine Flosse zu berühren. Die glitschige Oberfläche schreckte uns anfangs ein wenig ab. Das hat sich aber schnell gelegt. Wie man von Freizeitparks ja bereits weiß, machen sie alles zu Geld. So kann man für ein paar Dollar eine Schale mit vier Shrimps kaufen, um die Rochen zu füttern. Diese einmalige Chance haben wir natürlich genutzt. Zur Verwunderung aller schnappen sich diese Tiere das Futter ganz sanft aus den Händen. Ein irres Gefühl. Aber vor allem ein schönes! Ich hatte vorher nie etwas für Rochen übrig, aber so ein Erlebnis begeistert einen schon ganz schön. Am liebsten hätte ich selbst ein Aquarium mit ein paar Rochen zum Streicheln zu Hause. Die Oberfläche dieser Tiere ist sehr glatt und glitschig, die Flossen sind weich und sehr beweglich. Wunderbare Lebewesen!

Dem nicht genug, wollten wir auch ein paar Delfine füttern und natürlich auch streicheln. Idealerweise befindet sich dieses Gehege gleich neben den Rochen, also rüber, Futter für 7$ pro Person gekauft (5 kleine stinkende Fische. Mittlerweile habe ich den Geruch Gott sei Dank wieder aus der Nase bekommen.) und hin zum Becken. Natürlich wissen die Tiere genau, was sie tun müssen, um an Futter zu kommen. Mal kurz unter der Schnauze kraulen lassen, schon gibt es was zu essen. Ich werde das das nächste Mal auch bei der Verkäuferin von McDonald’s probieren. Dass ich genauso erfolgreich bin, bezweifle ich allerdings. Auch Delfine haben eine komplett glatte, aber nicht glitschige Haut. Ich hab vorher noch nie in meinem Leben einen Delfin gesehen (außer im Fernsehen.. Flipper lässt grüßen) und dann bei der Premiere auch noch dazu streicheln und füttern. Natürlich wie auch bei den Rochen ein unvergessliches Erlebnis.

Diese beiden Fütterungen waren noch schwer zu toppen. Die herumflitzenden Pinguine, der bereits debile Eisbär oder der Flug mit einem ca. 20 Jahre alten, simulierten Motion-Helikopterflug schafften dies auch nicht.

Den Abschluss unseres Sea World-Ausfluges musste natürlich eine nochmalige Fahrt auf einem Rollercoaster bilden. Also nochmals schnell bei „Manta“ nicht angestellt (Wartezeit immer noch 0 Minuten) und durch die Lüfte wirbeln lassen. Schnuffi hat sicherheitshalber wieder ausgesetzt, um morgen für den zweiten Teil der Universal Studios fit zu sein. Beim Ausgang kurz überlegt, nochmals hinein. Somit steht unser derzeitiger Coaster-Wiederholungsrekord bei 4x fahren. Nebensaison sei Dank!

Das Abendessen war heute bei „Denny’s“ geplant, einer weiteren Restaurant-Kette in Amerika. Zwar schmeckte das Essen vorzüglich, aber spätestens, als der fünfte Kellner am Tisch vorbeikam und fragte, ob es uns eh gut geht und ob alles passt, wurde es nervig.

Vollgefressen war ein wenig Bewegung angesagt. Ein wenig! Eine schnelle Runde Minigolf. Läppische 36 Löcher. Anders als bei uns, sind die Minigolf-Anlagen hier wunderschön hergerichtet. Hier ein Wasserfall, dort jede Menge Deko und Kulissen. Die Anlage hatte auch einen kleinen Tümpel mit einigen Jung-Alligatoren. Nachdem Schnuffl und ich jeweils einen Gutschein für ermäßigtes Gator-Futter gewonnen haben, mussten natürlich auch die noch verköstigt werden. Schnell mal ein Stück Frankfurter-Würstchen auf eine Schnur gehängt und diese dann reingehalten in das Becken. Kann zwar nicht mit Rochen oder Delfinen mithalten, nett war es trotzdem.

Mittlerweile ist es kurz nach 1 in Orlando bzw. 7 in Österreich und mir fallen immer wieder schon die Augen zu. Leicht möglich, dass jetzt noch Teile des heutigen Tages fehlen oder einige Fehler im Bericht sind, aber für’s Korrekturlesen bin ich nun nicht mehr aufmerksam genug. In knappen 6 Stunden läutet schließlich schon wieder der Wecker und dann geht es auf die Island of Adventure.

Müde bin ich, geh zur Ruh‘, mach jetzt meine Äuglein zu!

Gute Nacht, liebe Leser!

4 Antworten zu „Unvergessliche Erlebnisse in Sea World”.

  1. Avatar von Markus Schick
    Markus Schick

    Also wird dein nächstes Haustier doch kein Chamäleon sondern ein Rochen

    Like

  2. Avatar von radakovits jürgen
    radakovits jürgen

    echt tolle pics…wie lange bist du noch bei den amis…wart ihr nur in orlando??? viel spass noch..

    Like

    1. Danke!
      Bin noch bis 28. Mai hier. Angefangen haben wir in New York, mit dem Auto runter nach Miami bis Key West mit einigen Zwischenstopps und derzeit sind wir in Orlando.

      Like

  3. echt coole Berichte… hab ja schon immer gewusst, dass mehr in dir steckt als nur ein „Ich erstelle Mailings-Typ“ :-)… weiter so… echt spannend was du immer so berichtest…

    Lg Patricia

    Like

Hinterlasse einen Kommentar