Welcome back home!
28. Mai 2010
Nun sind wir also wieder hier. In Wien. Weg von der Sonne, dem Meer und den Stränden, weg von all dem Essen im Überfluss, weg von einer richtigen Großstadt. Ich liege gerade in meinem mittlerweile wieder alltäglichen, bequemen Bett. Eine Wohltat. Nach ein wenig überlegen ist mir eingefallen, dass der Blog eigentlich keinen richtigen Abschluss hat. Das werde ich nun mit ein bisschen Verspätung nachholen.
Zum ersten Mal seit langem stand ein angenehmer Teil am Tagesplan: Ausschlafen! Unser Flug ging erst um 17:50, aber für einen erneuten Trip ins Stadt-Innere war die Zeit dann doch zu kurz. Also ideal, um mal ein wenig länger als bis 7 Uhr zu schlafen.
Nach einem letzten Kalorienbomben-Frühstück (Eierspeis mit Speck, Käse und Zwiebel, dazu Pommes und Orangensaft) wussten wir nicht so recht, was wir nun mit dem angebrochenen, letzten Tag in New York anfangen sollen. Die Wahl fiel auf eine kleine Runde durch die Hotel-Umgebung. Die endete allerdings rasch. Dort gab es nämlich außer einem Frühstücks-Lokal und zwei kleinen Supermärkten nichts. Okay, noch ein paar Autowerkstätten, aber nichts, was uns wirklich begeistern konnte. Schließlich haben wir uns dazu entschieden, schon früher zum Flughafen zu fahren, um die Gegend dort noch ein wenig unsicher zu machen. Der Taxifahrer war direkt entsetzt, wie viel Gepäck fünf Personen haben können. Da wurde selbst der große SUV fast zu klein.
Alles ordnungsgemäß verstaut verlief die Fahrt zum Flughafen ruhig und regelrecht zivilisiert. Eine Seltenheit beim Autofahren in NY. Wir hingegen waren direkt entsetzt, als uns der Fahrer sagte, wie viel die Fahrt kostet: Satte 70$! Und das für eine Fahrdauer von ca. 30 Minuten. Einheimische würden vermutlich nichtmal die Hälfte zahlen, aber was solls…
Auch am Flughafen verlief alles schnell und ohne Probleme. Kaum Wartezeit beim Check-In, ebenso bei der Gepäckabgabe, die dort getrennt vom Check-In stattfindet. Der einzige Unterschied zur Personenkontrolle in Wien ist, dass dort auch die Schuhe ausgezogen werden müssen. Arme Sicherheitsbeamte! Ich kann mir schon vorstellen, dass man von manchen Fluggästen tränende Augen bekommt. Nach einer letzten New Yorker Einkaufstour im Duty Free-Store und einem kleinen, überteuerten Snack ging das Warten los. Man konnte ohne auf die Anzeigedisplays zu schauen sofort erkennen, welcher Flieger nach Wien geht. Nicht etwa an der Sprache (okay, das vielleicht auch), sondern daran, dass es keine gesittete Reihe gab, wie es in Amerika üblich ist. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Nicht so bei uns Österreichern. „Scheiß auf die Anderen, Hauptsache ich bin als Erster im Flieger!“. Ist ja auch wichtig, der Erste zu sein, wenn es um einen 9 Stunden Flug geht. Wer weiß, vielleicht bekommt man sonst doch keinen Sitzplatz.
Gestartet wurde mit ungefähr zwei Stunden Verspätung. Der Grund dafür: Der Flieger wurde zugeparkt! Ich wusste bis dahin nicht, dass es sowas geben kann. Man lernt nie aus. Der Flug selbst verlief ruhig und ohne größeren Turbulenzen. Schlafen war für uns trotzdem aufgrund der unbequemen, engen Sitzen unmöglich. Nur Schnuffi hat sichs gemütlich gemacht und sich den ganzen Flug, der dank guten Wetterverhältnissen nur ungefähr 7,5 Stunden gedauert hat, weniger bewegt, als die Manatis in Sea World.
Mit nur knappen 45 Minuten Verspätung sind wir schließlich gut in Wien angekommen. Ratet mal, wer von den netten Beamten am Wiener Flughafen mit „Grüß Gott, Zollkontrolle“ begrüßt wurde. Richtig… ich! Die erste Frage war „Haums a iPad kauft?“. Nachdem ich ihm nur mein Netbook mit passender österreichischen Rechnung gezeigt und ihm versichert habe, nicht mehr als 200$ ausgegeben zu haben, wünschte er mir noch einen schönen Tag und ließ mich von Dannen ziehen.
Zur Überraschung aller haben uns ein paar bekannte Gesichter bereits erwartet. Schnuffi-Papa hat mit der Kamera unsere überraschten Fratzen bildlich festgehalten, während uns die Eltern von Cockroach-Carry ein Frühstück der Sonderklasse servierten: Ein Krapfen und ein halber Liter weißer Spritzer für jeden. Da merkt man, wie aufmerksam der Blog verfolgt wurde 🙂
Das war nun aber wirklich der letzte Beitrag in diesem Blog und ich möchte mich nochmals bei allen fleißigen Lesern und für die netten Komplimente bedanken. Sollte jemand Vorschläge für ein Buchthema haben, soll er sie bitte posten. Vielleicht ist mir ja wirklich mal so langweilig 🙂
In diesem Sinne nochmals ein herzliches Dankeschön!
Servus, Pfiat Gott und auf Wiedersehen!
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