Bevor ich noch irgendwas anderes schreibe, hier die versprochenen Fotos der letzten Tage:
Zum Frühstück gab es heute zum unzähligsten Mal Starbucks. Ich schätze, dass wir die Hälfte des Ess-Budgets mittlerweile bei Starbucks liegen gelassen haben. Heute waren die Universal Studios Hollywood dran. Nach einer kurzen Wartezeit beim Eingang, den Taschenkontrollen und dem Fingerabdruck-Scan machten wir uns schnellen Fußes auf den Weg zur Hauptattraktion, der Star Tour. Bei dieser 45-minütigen Rundfahrt fährt man kreuz und quer durch die ansässigen Film- und Fernsehstudios. Auf einem Set wurde gerade ein Werbespot gedreht. Ziemlich interessant, wie viele Leute, die rund um die zwei Hauptakteure werken benötigt, um alles so ablaufen zu lassen, wie gewünscht. Im „Lower Lot“, wie der Bereich wo wirklich Dreharbeiten stattfinden genannt wird, sind diverse Stadtkulissen aufgebaut, die je nach Wunsch adaptiert werden. Soll es Paris sein, werden einfach französische Schilder in die Fenster gestellt. Benötigt ein Regisseur eine London-Szene, stellen die Mitarbeiter ein paar englische Telefonzellen auf. Unglaublich, welche Illusionen mit ein bisschen Dekoration geschaffen werden können. Der Weg führte uns vorbei an unzähligen weiteren Hallen, bis wir schließlich auf Skull Island, der Insel auf der der Riesenaffe King Kong gefangen wurde, ankamen. Mittels neuer 3D-Technik wurde links und rechts vom Tourwagen ein Kampf zwischen Dinosauriern und Kong auf riesige Leinwände projiziert. Synchron dazu wurden wir im Wagen durchgeschüttelt. Angepriesen wurde diese Show als die größte, beste und teuerste überhaupt, doch dafür war ich ein wenig enttäuscht. Aber trotzdem äußerst sehenswert! Nach dem Kampf, den Kong natürlich für uns gewonnen hat, wurde gezeigt, wie Regenfälle und Fluten nachgestellt werden, um uns gleich danach ein Erdbeben in einer U-Bahn-Station miterleben zu lassen. Mit einstürzender Decke, explodierenden Stromverteilern und einer Flutung der ganzen Station. Die Route führte uns weiter zur Wisteria Lane, bekannt aus Desperate Housewifes. Auf dem ausgestellten Drehplan sahen wir, dass am Nachmittag tatsächlich Aufnahmen für die intriganten Hausfrauen stattfinden sollten.
Vorbei an den Häusern von Gaby, Lynette und den restlichen ging es noch einen Sprung zum berühmten Bates Motel aus dem Film Psycho, bevor die superinteressante Tour wieder endete.
Als nächstes war der bereits von der Ostküste bekannte, sehr empfehlenswerte virtuelle Simpsons Coaster, bei dem sich die Vehikel synchron zum Bild auf der riesigen Leinwand-Kuppel bewegen. Die nächsten Punkte auf der Attraktionsliste waren der Rollercoaster im Dunkeln zum Film „Die Mumie“ und die Wasserbahn zu „Jurassic Park“. Glücklicherweise waren nicht so viele Leute im Park und die meisten Schlangen fast leer, was uns bei beiden Attraktionen dazu bewegte, eine zweite Runde dran zu hängen.
Die Adrenalin-Vorräte wurden ein wenig aufgefüllt, also konnte es weiter gehen mit „Houses of Horror“, einem düsteren Haus mit vielen Ecken und Winkeln. Und das in fast völliger Dunkelheit. Noch dazu treiben einige Schausteller mit wirklich hässlichen und furchteinflößenden Kostümen ihr Unwesen und erschrecken die Leute. Michi und Carina brüllten sich die Seele aus dem Leib. Michi entwickelte sogar solche Kräfte, dass sie Schnuffis Hand so stark quetschte und verdrehte, dass er noch Stunden später über leichte Schmerzen klagte. Aber ich muss zugeben, auch ich bin einige Male ordentlich erschrocken. Obwohl man ständig damit rechnet und ohnehin genau weiß, dass da gleich wieder wer hinter der Ecke vorhüpfen wird, erschrickt man trotzdem. Ich zumindest. Schisser hin oder her. Egal. Spaß gemacht hat es trotzdem.
Weiter ging es mit „Waterworld“, einer Wassershow zum gleichnamigen Film mit Kevin Costner. Wasserfontänen, Explosionen, Schlägereien, eine Verfolgungsjagd und Stunts mit Jet-Skis. Action pur. Das Highlight war definitiv das kleine Flugzeug, das aus dem Nichts aufgetaucht und in der Mitte des großen Wasserbeckens gelandet ist. Kurz danach wurde es aber plötzlich still in der Wasser-Arena, bis eine Stimme diese Stille brach. Wegen technischen Problemen konnte die Show nicht zu Ende geführt werden. Klar, kein Problem. Wir sind ja ohnehin ständig in Hollywood und eigentlich wollen wir auch gar nicht wissen, wie die Story endet. Leicht verärgert verließen wir das Areal, um uns der nächsten Show zu widmen, nämlich der „Special Effect Stage“. Hier wurde gezeigt, wie man vor einem einfachen grünen Tuch drehen und anschließend beliebige Hintergründe einfügen kann, wie animierten Figuren menschliche Bewegungen verliehen werden oder wie man mit Miniaturmodellen arbeitet. Den Abschluss bildete „Terminator 2: 3D“, eine Mischung aus 3D-Film und Live-Schauspielern. Abgesehen von der zu hohen Lautstärke fand ich es ziemlich gut. Mal von den Englisch-Kenntnissen unseres Vorzeige-Steirers Arnie abgesehen.
Zufrieden verließen wir die Universal Studios und beratschlagten, was uns wohl heute am besten zum Abendessen schmecken würde. Wir waren uns schnell einig, dass uns das Fast Food langsam reicht. Die Lust auf eine frische Käseleberkäse-Semmel steigt ins Unermessliche! Zuvor mussten wir allerdings noch zu „Ross – Dress for less“, da jeder von uns noch eine zusätzliche Tasche oder einen zweiten Koffer für die Heimreise brauchte. Eigentlich krank, aber was solls. That’s America! Die Essens-Wahl fiel schließlich auf „Outback“, ein Steakrestaurant in einer total netten Gegend von Los Angeles. Die Steaks waren erstklassig, ebenso die Beilagen. Zwar nicht unbedingt billig, aber für das Gebotene eindeutig angemessen.
Nun werde ich mich aber wie meine Mitreisenden ins Land der Träume verabschieden, denn bei uns ist es mittlerweile Mitternacht. Was morgen auf uns wartet weiß ich nicht. Ich bin mir sicher, es wurde lang und breit ausdiskutiert und ich habe wiedermal nicht zugehört. Egal, ich frag einfach morgen nach oder lass mich überraschen…







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