Jetzt ist er also gekommen. Der letzte Abend hier in Dubai. Alles Schöne hat ein Ende, so leider auch dieser Urlaub. Doch wie immer vergeht die Zeit bei so etwas viel zu schnell. Und somit hat auch dieser Blog wieder ein Ende und das wird der letzte Eintrag sein. Vermutlich.
Gestern haben wir es tatsächlich geschafft, uns dazu zu motivieren, das Nachtleben Dubai’s ein wenig auszukosten. Die Wahl fiel dafür auf den Trilogy Club in Madinat Jumeirah, nicht weit weg von unserem Hotel. Dort angekommen, stellten wir uns artig bei der richtigen Schlange an (es waren ohnehin nur drei Leute vor uns), um kurze Zeit später vom Security zu hören, dass eigentlich nur Pärchen oder zumindest Gruppen mit Frauen reingelassen werden. Na toll, da ist man einmal motiviert und dann hat der Trip ein Ende vor der Tür? Nach ein paar gewechselten Worten kontrollierte er noch die Ausweise und versicherte uns, nur für uns eine Ausnahme zu machen. Umgerechnet 20 Euro Eintritt gelöhnt und drinnen angekommen waren erwartungsgemäß wenig Gäste anzutreffen, obwohl der Club auf den ersten Blick sehr einladend wirkte. Gleich nach dem Eingang war der Main-Floor, eine runde, geschätzte 15 Meter hohe Halle, mit einer Galerie im zweiten Stock. Die Musik war eine Mischung aus unkommerziellen Tribal-House und bekannten Nummern. Von der Galerie gab es einen Zugang zu einem zweiten Floor, der nicht ganz so groß, aber von der Musik her ähnlich war. Mit dem Aufzug ging es in den dritten Stock, den so genannten Rooftop. Ein Open-Air-Bereich mit einer Menge gemütlichen Sitzecken (die natürlich alle reserviert waren), Shishas zum ausborgen und typischen Weichspüler-RnB-Sound. Oben war es eindeutig zu heiß, deshalb fuhren wir wieder hinunter, um uns an der Bar einen Drink zu genehmigen. Verwunderlicherweise wurde dort Alkohol verkauft, also gönnte ich mir ein Corona. Da wurden Erinnerungen an Las Vegas wach, denn auch hier kostete eine Flasche ungefähr 8 Euro. Bei dem einen blieb es dann auch. Gegen halb 3 entschieden wir uns, wieder nach Hause zu fahren. Verpasst hätten wir vermutlich nicht mehr viel, da um 3 ohnehin Sperrstunde war. Alles in allem ist der Club sehr zu empfehlen, von den teuren Preisen abgesehen.
Für heute war ein abschließender Strandtag geplant, um unsere Sonnenreserven noch einmal voll aufzuladen, bevor es morgen in die kalte Heimat geht. Wie bereits die letzten Tage fuhren wir wieder zum Jumeirah Beach Park, vermutlich die beste Wahl hier. Außer einer kurzen Flutung unserer Strandliegen, verursacht von einem größeren Schiff, das vorbei fuhr, verlief der Tag ohne besondere Vorkommnisse. Mit ein bisschen Wehmut schritten wir ein letztes Mal über den breiten Sandstrand und riskierten noch einen letzten Blick auf das Meer.
Nun muss ich aber meine Sachen zusammensuchen und meinen Koffer wieder packen. Schweren Herzens! Doch auf zu Hause freu ich mich auch schon, auch wenn man es hier noch ein wenig länger aushalten würde. In diesem Sinne bedanke ich mich bei den Lesern, den Kommentatoren und Blog-Verfolgern. Und natürlich auch bei Andi, mit dem alles reibungslos und ohne große Diskussionen funktioniert hat.
Und noch ein abschließender Beitrag zum Thema „Wissenswertes über Dubai“:
– Dubai klaut: Und zwar bei der Architektur! Hier gibt es viele Gebäude, die einem bereits bestehenden ähneln. Gleich neben unserem Hotel stehen zwei Hochhäuser, die aussehen wie das Chrysler Building in New York, ein anderes sieht aus wie das Taipeh 101. Da dürften sich die Architekten also ein wenig beeinflussen haben lassen.
– Dubai ist einfach schön: Das kann man unkommentiert so stehen lassen. Und es ist auf jeden Fall eine Reise wert, denn wer weiß, wie lange die Stadt noch so steht wie sie ist. Ich befürchte, dass es in spätestens 10 Jahren eine Geisterstadt ist. Doch hoffen wir das Gegenteil…
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