„You’re my whore!“ – Fort Lauderdale
11. Mai 2010
Während der Großteil der Leser wahrscheinlich bereits wieder auf den Beinen ist, um ihrer Arbeit nachzugehen, liege ich hier in Fort Lauderdale im Bett, schau mir Family Guy in der Originalversion an und schreibe mal wieder einen Eintrag. Vielen Dank übrigens für die positiven Feedbacks! Freut mich echt, dass er doch so viel Anklang findet!
Nun, was haben wir gestern Abend und heute alles erlebt… mit 4 Corona intus leidet das Erinnerungsvermögen für mich als Nicht-Bier-Trinker ein wenig darunter. Aber ich versuche trotzdem, mein Bestes zu geben! Wie immer.
Nachdem wir uns gestern vom Kennedy Space Center verabschiedet haben, war das nächste Ziel unserer Reise Fort Lauderdale. Langsam aber sicher nähern wir uns immer weiter dem südlichsten Punkt Amerikas: Key West. Unser Navigator aka GPS-Schnuffi hat sich im Vorfeld bereits über Hotels in Fort Lauderdale informiert und ein passendes gefunden. Leider wusste er dann nicht mehr genau, wo es ist. Und wie es heißt. Nicht unbedingt ideale Voraussetzungen, einen geeigneten Schlafplatz zu finden. Also wieder zurück zu den bereits erwähnten Coupon-Heften. Die Wahl fiel schließlich doch auf ein anderes: Bahia Cabana – scheinbar die Hochburg der Sünde. Ein nettes Motel mit angrenzender Bar mit Live-Musik bzw. DJs und gut gelauntem Publikum. Nach einem ID-Check (Nadine, unsere Kellnerin hielt uns alle für unter 21. Thanks, Nadine, you’re awesome! Awesome ist übrigens unser neues Lieblingswort hier!) und zwei Gute-Nacht-Bierchen gings aufs Zimmer, das Carina und Michi organisiert haben. Aufs Zimmer! Ein Zimmer! Genauer gesagt ein Zimmer mit 2 Doppelbetten und einer ausziehbaren Couch. Ratet mal, wer die Couch bekommen hat… Richtig!
Nach einer relativ angenehmen Nacht und einem kurzen Love-Parade-Anfall in der Früh (Carina hat vergessen, den Wecker abzustellen: Alice Deejay – Better off alone. Nz nz nz nz) gings auf zum ersten Shopping-Trip hier. Ziel: Sawgrass Mills. Ein Ausflug, der die Kreditkarten zum Rauchen gebracht hat. Der Magnetstreifen ist jetzt vermutlich um einiges dünner als vorher. Zu fünft haben wir es immerhin auf über 1700$ gebracht. Kein Wunder bei diesen Shops. Und diesen Preisen. Wo sonst gibt es Levi’s Jeans um 35$? Oder Tommy Hilfiger-T-Shirts um 25$? Oder Enthaarungs-Schleifpapier um 30$, gell Michi und Carina!?
Es war an der Zeit, den Visas mal eine Auszeit zu gönnen. Also ab nach Hause ins Motel. Zuerst war aber noch ein Zwischenstopp beim Supermarkt angesagt, also doch noch auf zu Walgreens. Leider standen dort gerade drei Polizeiautos kreuz und quer vor dem Eingang, was uns dann doch zum Weiterfahren bewegte. Auf zum nächsten Supermarkt. Und zwar dem Super Supermarket. Einfallsreicher Name! Mit ein paar Sixpacks Corona, Heineken und Alkopops für die Kinder im Gepäck war es dann aber wirklich an der Zeit, zurück zu fahren. Trotz dem relativ starken Wind, war die Biervernichtung auf der Terrasse super gemütlich und lustig. Nicht zuletzt, weil ein Pärchen, das wir gestern beim Abendessen bereits gesehen haben, vorbei gekommen ist (natürlich mit geschätzten 3 Promille) und uns erklärt hat, was die beiden heute noch so anstellen. O-Ton der Frau: „Come on, you’re my whore. I have paid for this cock! Weeeeeeee *kreisch*“ Alles klar! Von wegen prüdes Amerika!
Mittlerweile ist es kurz vor 7 in Österreich bzw. 1 hier in Florida. Höchste Zeit schlafen zu gehen. Der Rest der Truppe pennt ohnehin schon. Nur ich, der brave Schreiber sitzt noch am Netbook und hält unsere Erlebnisse fest. Jetzt werde ich noch schnell meine Brandblasen auf der Stirn vom Sonnenbrand versorgen und mich dann ebenfalls ins Land der Träume verabschieden!
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Bis zum nächsten Mal.
PS: Beim gestrigen Blog hat sich ein Fehler eingeschlichen. Ich weiß nicht warum, aber ich war felsenfest davon überzeugt, dass Neil Armstrong „one small step for mayhem“ gesagt hat. Nach mehrmaligen Überlegen ergibt das allerdings keinen Sinn. Ein kleiner Schritt für’s Chaos? Nein, das wird es wohl doch nicht geheißen haben. Sorry! 🙂
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