„Jetzt geh näher hin!“ – The Everglades

Jetzt geh näher hin!“ – The Everglades

14. Mai 2010

Surprise, surprise, wir sitzen wieder im Auto. Auf der Straße der Alligatoren, dem Tamiami Trail. Eine Straße, die Miami mit Tampa verbindet. Unser nächstes Ziel: Fort Myers Beach. Die restliche Fahrzeit beträgt ca. 2,5 Stunden. Die Kulisse hier ist wenig spannend und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit österreichischen Landstraßen. Abgesehen von ein paar Schildkröten am Straßenrand und den Warnhinweisen, nicht auszusteigen, weil sich hier Alligatoren und Krokodile tümmeln. Hier findet man generell viele Warnhinweise. Alligators crossing. Panthers crossing. People crossing. Hinweise auf einen Camping-Platz. Ideale Gegend hier zum Campen. Abenteuerurlaub der anderen Sorte.

Aber nun zum heutigen Tag: Begonnen hat der Tag mit dem kontinentalen Frühstück im Hotel. Endlich wieder Bagels, Cheerios und Muffins. Zur Abwechslung heute keine Burger, Pancakes oder Kartoffelpuffer in aller Hergott’s Früh. Danach machten wir uns auf den Weg zum südlichsten Punkt Amerikas: Dem Southernmost-Point, wie er hier genannt wird. Die Luftlinie zu Kuba sind läppische 90 Meilen. Wäre doch fast einen Besuch wert. Aber wir stehen ja unter Zeitdruck. Noch dazu hat es kurz geregnet. Rain in paradise? Wir haben es als Tränen des Himmels gedeutet, weil wir die awsome (gesprochen „ausome“, mittlerweile eingedeutscht, um es auch im normalen Sprachgebrauch verwenden zu können.) Gegend verlassen. Nach einem kurzen Zwischenstopp beim Harley-Verleih und dem Wieder-Einladen vom Toilettenzerstörer und seiner Betreuerin ging es in Richtung Everglades, einem riesigen Sumpf-Nationalpark im Süden Amerikas.

Natürlich darf hier eine Tour mit den bekannten Airboats, die kleinen Schiffchen mit einem riesigen Ventilator hinten, nicht fehlen. 23 $ sind ein angemessener Preis für 30 Minuten cruisen durch die sumpfige Landschaft. Frei nach dem Motto „Nur daquer is ma wer“. Extreme drifting durch Kraut und Rüben. Drüber über Gras, Wasserblumen und Schilf. Einfach querfeldein. Ziemlich heftig, wie laut diese Ventilatoren sind. Nach der Fahrt und der mageren Ausbeute von zwei gesehenen Alligatoren war wieder eine Gator-Show an der Reihe. Diesmal aber nicht so sehr auf Entertainment aufgezogen, sondern eher informierend. Natürlich durfte auch hier ein Foto mit einem Jungtier in der Hand nicht fehlen. Anschließend konnten wir noch eine kleine Runde auf einem alten, krächzendem Steg durch den Sumpf drehen. Wir dachten eigentlich, dass hier ohnehin keine Krokodile oder Alligatoren zu finden sind, nachdem der Steg nur ein paar Zentimeter über der Wasseroberfläche war. Falsch gedacht. Direkt neben dem Steg lag ein ca. anderthalb Meter langes Tier. Curly Sue wollte unbedingt ein Foto mit dem Tier. Das Tier aber kein Foto mit ihr. Mit lautem Pfauchen machte es ihr das klar. Hier der Dialog, wie es sich in etwa abgespielt hat:

Curly Sue schreiend: „Uuuaaah, das pfaucht ja schon!“

Schnuffi genervt: „Das macht ja nix! Jetzt geh näher hin! Ich bring euch ja sonst nicht aufs Foto. Ich greifs dann ja auch an!“

Curly Sue verängstigt: „Nein, Schnuffi, das machst sicher nicht!“

Carina noch ruhig: „Geht’s weiter jetzt!“

Schnuffi selbstsicher: „Na sicher greif ichs an. Am Schwanz. Bin eh viel schneller!“

Carina schon etwas lauter: „Jetzt geht’s weiter!“

Michael leicht ängstlich, aber bestimmend: „Oida Markus, jetzt geh endlich weiter! Glaubst der pfaucht, weil a si gfreit?“

Schließlich hat dann auch Schnuffi begriffen, dass das Tier nicht unbedingt auf Gesellschaft aufgelegt ist und wir konnten uns wieder zum Auto begeben und weiterfahren. Heute steht uns planmäßig nur noch die Fahrt und Hotelsuche in Fort Myers Beach bevor und aus diesem Grund fällt dieser Beitrag etwas kürzer aus.

Liebe Grüße vom Blogger und seiner Crew

Nachtrag: Nun haben wir endlich wieder ein Hotel mit WLAN gefunden. Meine Entzugserscheinungen waren fast schon nicht mehr auszuhalten! Nach einer nächtlichen Runde im XXL-Pool und dem Entspannen im Jacuzzi ist nun das Update des Blogs an der Reihe, was hiermit erledigt wurde. Nun aber gute Nacht!

2 Antworten zu „„Jetzt geh näher hin!“ – The Everglades”.

  1. Hallo Ihr Lieben!

    Euer American Blog ist echt der Hammer. Ich freu mich jedesmal, wenn es was neues zu lesen gibt. Es ist super genial, wenn es draußen 8 Grad hat und regnet und geistig ist man gerade am Strand von Miami. Liebe Grüße an alle ! ! ! !

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    1. Dankeschön! Freut mich, dass so viel positives zurück kommt! 🙂

      Grüße sind ausgerichtet und gehen auch an euch zurück!

      LG aus Orlando!

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