Little Hangover in Vegas…

Ich sitze gerade mit einem unnatürlich großem Bauch im gemütlichen Sessel in meinem Einzelzimmer im 21. Stockwerk des Circus Circus Hotels in Las Vegas. Die Sonne scheint noch hoch am Himmel und beim Blick aus dem Fenster lässt sich das rege Treiben auf den Straßen beobachten. Dadurch, dass das Hotel eines der letzten am Strip ist und mein Fenster auch noch in die falsche Richtung geht, sehe ich nur noch den Stratosphere Tower, das höchste Gebäude in Las Vegas.

Der erste Tag in Vegas begann so, wie der erste Tag in Vegas beginnen muss. Mit Kopfschmerzen und einem leichten Gedächtnisverlust. Nachdem der Blog gestern Abend online gestellt war, entschieden wir uns dazu, uns an der Hotelbar im Best Western Mardi Gras noch einen Drink zu gönnen. Die erste Runde Bier bzw. Strawberry Daiquiri war schnell geleert. Michi und Markus verabschiedeten sich frühzeitig, was sich als weise Entscheidung herausstellte. Carina, Michael und ich gönnten uns noch die ein oder andere Runde. Michael und ich ein Budweiser, Carina bekam zum ersten Mal in ihrem Leben einen Appletini, bekannt von J.D. aus der Fernsehserie Scrubs.

Wir wechselten an den Tresen, wo kurze Zeit später auch schon ein Shot vor uns stand und der Barkeeper uns zu prostete. Wir unterhielten uns eine Weile mit ihm, erklärten ihm, wofür Österreich bekannt ist und dass wir das erste Mal in Vegas sind. Sein Kommentar dazu: „Wow, welcome to Vegas, it’s time for a ‚Welcome to paradise‘! Gemeint war natürlich der nächste Shot, der wieder aufs Haus ging. Da waren wir also. Mitten in Vegas. Und betrunken. Die Zimmersuche gestaltete sich ein wenig schwierig. Carina wollte mit ihrer Karte ins Nachbarzimmer und wunderte sich, warum die verdammte Tür nicht auf geht. Ich war zwar beim richtigen Zimmer, hatte aber trotzdem schwer damit zu kämpfen mit meiner Zugangskarte ins Zimmer zu kommen. Weil diese verdammten Lesegeräte an den Türen auch so fehleranfällig sind.

Die Nacht war angenehm, aber zu kurz, um sich vom Vorabend wieder völlig regenerieren zu können. Geplant war heute das erste Shopping-Outlet, da sich unsere sauberen Gewand-Vorräte langsam dem Ende zuneigten. Gefrühstückt wurde bei Subway, einer Sandwich-Kette. Die Shoppingtour wurde nach knappen fünf Stunden für erfolgreich erklärt und zufrieden abgeschlossen. Jeder konnte Schnäppchen (wie sie es hier eindeutig sind!) um ungefähr 2-300$ ergattern.
Der nächste Weg führte uns in unser Hotel für die nächsten drei Nächte: Das Circus, Circus. Es besteht aus drei Türmen mit unzählig vielen Zimmern. Das Zimmer endlich mal gefunden und kurz frisch gemacht ging es wieder auf Essenssuche. Ausgewählt wurde eines der hoteleigenen Restaurants, ein All-you-can-eat-Grill. Wir hatten noch gut 30 Minuten zeit, ehe dieses Lokal öffnete, also drehten wir eine Runde durch den Adventure Dome, dem größten Indoor-Vergnügungspark Amerikas. Dadurch, dass wir pro Zimmer zwei Freikarten für Attraktionen bekamen, war der erste Weg natürlich zu dem Rollercoaster. Nachdem wir ja diesmal drei Zimmer haben, blieb mir noch eine Freikarte übrig, die ich natürlich nicht verfallen lassen durfte. Also raus beim Ausgang, nochmal zurück zum Eingang und alleine den Rollercoaster unsicher gemacht. Alleine! Ganz alleine! Wirklich ganz alleine! Dadurch, dass in diesem Park so gut wie nichts los war, nahm ich in der ersten Reihe Platz und der Coaster bahnte sich mit mir als einzigem Fahrgast seinen überschlagsreichen Weg durch die große Halle.

Den Adventuredome zurück gelassen suchten wir den Weg zurück zum Restaurant. Eines kann ich jetzt schon sagen: Kein All-you-can-eat mehr für die nächsten drei Wochen! Kaum war die erste Portion Ripperl weg, standen schon die nächsten da. Der nächste Nachschub kam schon, bevor die zweite Portion überhaupt weg war. Der Tisch glich schon einem Schlachtfeld und trotzdem kamen immer mehr Speisen. Ribs, Pommes, Maiskolben, Püree usw.

Vollgefressen und knapp an der Bewegungsunfähigkeit sitze ich nun allein am Zimmer und bemühe mich, den heutigen Tag niederzuschreiben. An der Länge kann man vielleicht erkennen, dass ich ein wenig unter Zeitdruck stehe, da ich in 30 Minuten schon wieder geschniegelt und gestriegelt in der Lobby auf meine Kumpanen treffen sollte. Könnte knapp werden, aber was solls. Auf mich muss sowieso immer gewartet werden, also warum nicht auch jetzt? Geplant ist für heute noch eine Runde Richtung Strip-Mitte, wo die großen und bekannten Hotels auf uns warten. Bellagio, MGM, Mirage, Ceasar’s und viele andere…

In diesem Sinne,

einen schönen guten Morgen nach Europa!

PS: Mehr Details zu dem Treiben in Vegas gibt es in einem der nächsten Beiträge, da mir jetzt leider die Zeit dazu fehlt. Sorry!

3 Antworten zu „Little Hangover in Vegas…”.

  1. Avatar von Markus Schick
    Markus Schick

    „Welcome to paradise“ find ich cool. Da kann sich der Wecki in Erding was abschauen.

    Gaaaas!

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  2. 2 Fragen:
    1. Wieso hast vom Rollercoaster kein Fotos gemacht bzw. nicht online gestellt?
    2. kannst schon Karten zählen? Musst aber aufpassen ob du den Laurence Fishburne siehst..der kann unangenehm werden als Security 😉

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    1. Der Rollercoaster geht durch die ganze Halle und fahrt zum Teil durch die Bergkulisse durch. Deshalb hätte man ohnehin nur kurze Schienenfragmente gesehen. 😉

      Karten zählen muss ich noch ein bissl üben 😀

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