Ein weiterer Tag Nichts-Tun.. Jumeirah Beach Park Teil 2

Wir sitzen zur Abwechslung mal beide vor unseren Notebooks und erledigen unsere mehr oder weniger wichtigen Geschäfte. Normalerweise schreibe ich den Blog ja am Balkon, doch heute geht das nicht so gut. Denn auf dem Balkon hinterlässt man heute Fußspuren. Warum? Dazu komme ich gleich.

Eigentlich wollten wir uns ja heute ein Auto mieten und nach Abu Dhabi in die Ferrari World fahren, doch nach einem Blick auf die Website sahen wir, dass sich Formula Rossa, besagte Achterbahn derzeit in der jährlichen Wartung befindet. Welch Wunder. Donnerstag bis Samstag fährt sie in den Abendstunden aber. Zwar irgendwie seltsam, aber nachdem ich unbedingt mit ihr fahren möchte, verschoben wir den Ausflug um einen Tag auf den morgigen Donnerstag. Somit blieb heute ein weiterer Tag Zeit, den Strand unsicher zu machen. Am Weg zum Frühstück sahen wir übrigens auch zum ersten Mal unseren Nachbarn. Ein kleiner Chinese, unbekannten Alters. Er könnte 13 sein, aber auch schon weit über 40. Die Gesichtszüge erinnern irgendwie an ein Tier, doch die Haare machen alles wieder wett. Es ist der Typ Haar, wo man sich zusammenreißen muss, nicht hinzugreifen. Andi und ich sahen ihn, sahen uns kurz gegenseitig an und mussten beide zu lachen beginnen, weil wir genau dasselbe dachten. Nach dem Frühstück packten wir unsere Strandutensilien zusammen und fuhren mit dem Taxi wieder zum Jumeirah Beach Park, bezogen unsere Liegen und ließen uns in der Sonne herbraten. Ich habe die guten Ratschläge natürlich beherzigt und mich diesmal mit einer extra dicken Schicht Sonnencreme eingeschmiert. Als Zwischendurch-Snack musste das einzige Fress-Standl am ganzen Strand herhalten. Wie sollte es anders sein? Eine Burger-Hütte natürlich. Wieder auf unserem Platz angekommen wollten wir eigentlich noch ein kleines Verdauungs-Schläfchen machen, doch kurze Zeit später waren Schreie zu hören. Ein Blick zur Seite zeigte woher sie kamen. Die Angestellten, die sich um die Sonnenbetten und Schirme kümmern, liefen herum, um alle Schirme abzuspannen, denn ein starker Wind kam auf. Leider waren sie nicht schnell genug und so hoben ein paar Schirme ab und segelten weit ins Meer hinein. Die Leute packten am schnellsten Weg ihre Sachen zusammen und machten sich auf den Weg Richtung Ausgang, denn der Sandsturm gewann an Stärke und beeinträchtigte die Sicht. Also taten wir dasselbe und bewegten uns zu der Taxistelle vor dem Beach Park. Ja, natürlich waren wir nicht die einzigen, die diesen Plan hatten. Und scheinbar waren alle Taxis hier in Dubai gerade irgendwo anders beschäftigt. Vermutlich war es leichter, in New York ein freies Taxi zu bekommen als hier. Nach gut 30 Minuten waren wir endlich an der Reihe und so fuhren wir zurück in unser Hotel, das ebenfalls in dichte Sandwolken gehüllt war.
In der Lobby hat die Autovermietung Budget Cars ein eigenes kleines Büro (im Grunde genommen ein Tisch mit PC mitten in der Lobby), weshalb wir gleich hier für morgen unser Auto für die Fahrt nach Abu Dhabi buchten. Um umgerechnet ungefähr 30 Euro. Das einzige was noch zu zahlen ist, ist der Sprudel, doch das dürfte bei Preisen um 30 Cent pro Liter nicht wirklich ins Gewicht fallen.

Nachdem der Tag heute relativ unspektakulär verlaufen ist, möchten wir den Abend in einem der Clubs verbringen und mal das richtige Nachtleben Dubai’s kennenlernen. Es kann doch nicht sein, dass es in einer Metropole wie dieser keine Clubs oder zumindest Lounges mit guter Musik gibt. Vielleicht bleibt es aber doch auch beim Abendprogramm des ZDF. Irgendein Heimatfilm wird schon laufen…

Wie üblich, hier noch ein wenig „Wissenswertes über Dubai“:
– Dubai ist arm: Und zwar an Tieren! Hier sieht man kaum Lebewesen außer Menschen. Ab und zu fliegen einige Vögel herum, am Strand treiben ein paar abgemagerte und ausgehungerte Katzen ihr Unwesen. Sonst gibt es hier scheinbar nichts. Zumindest in der Stadt, denn selbst die Kamele blieben von uns noch immer unentdeckt.

– Dubai ist arm, Teil 2: Und zwar scheinbar auch an Tankstellen. Anscheinend gibt es hier nicht so viele, um die Nachfrage zu decken, denn bei allen Tankstellen sind ständig lange Schlangen an wartenden Autofahrern, egal ob tagsüber oder nachts. Eigentlich irgendwie pervers in einer Gegend wie dieser, die den Reichtum Ölfunden zu verdanken hat. Dafür gibt es bei jeder Tankstelle eine McDonalds- oder Burger King-Filiale.

Eine Antwort zu „Ein weiterer Tag Nichts-Tun.. Jumeirah Beach Park Teil 2”.

  1. Brav Christian, dass Du Dich heute gut eingecremt hast 🙂 Ihr seid sicher schon knusprig braun! Liebe Grüße von unserer Freundin der Elfi Ettl (die blonde, ein klein wenig ältere, aber immer noch sehr flotten Dame, die früher mit uns im CD war!) soll ich ausrichten. Ich lass ihr Deine Berichte auch zukommen – sie ist total begeistert davon und nun ein Fan von Dir! 🙂

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