Wir sind mittlerweile im Hotel angekommen und die Müdigkeit ist auf einem neuen Level. Wir haben einen anstrengenden Tag hinter uns, weshalb der Blog auch heute wieder zum Großteil auf dem Handy geschrieben wurde. Deshalb bitte ich auch heute eventuelle Rechtschreibfehler zu entschuldigen.
Gestern Abend wurde von Markus und mir noch ein neues Spiel ins Leben gerufen, nämlich „The game of the most disgusting things“, also das Spiel der ekelhaftesten Dinge. Die Regeln sind simpel. Sobald jemand von uns beiden ein Eichkätzchen sieht, darf man dem anderen eine Ekelhaftigkeit antun. Da wäre zum Beispiel mit den Füßen ins Gesicht fahren oder ähnliches. Ja, wir haben definitiv einen an der Waffel, aber wenigstens haben wir Spaß!
Die heutige Nacht war ein wenig unruhig, zumindest für mich. Anita hat mich gestern Früh nämlich davon in Kenntnis gesetzt, dass ich ungefähr drei Viertel vom Bett in Anspruch genommen habe. Aus diesem Grund wurde ich heute Nacht ständig munter, um einen überprüfenden Griff an den Bettenrand durchzuführen. Aber wenigstens konnten wir heute ein wenig länger schlafen, nämlich bis 9 Uhr. Also machten wir uns fertig und marschierten in den Frühstücksraum, der allerdings schon geschlossen war. Somit mussten wir am Fußweg Richtung Wet’n’Wild Wasserpark einen Happen essen. Für etwa 53 Dollar wird einem der Einlass in ein wahres Rutschenparadies gewährt. Zwar etwas teuer, aber trotzdem empfehlenswert! Hier gab es nämlich Rutschen aller Art: im Reifen alleine, zu zweit oder zu viert, im Schlauchboot, auf einer Matte oder einfach nur so. Zum Teil sind die Rutschen mit einer Sound- und Lightshow ausgestattet. Selbst hier gab es eigene Armbänder, um sich das Anstellen zu ersparen, denn hier kann es leicht dazu kommen, bis zu eine Stunde auf den kurzen Spaß warten zu müssen. Das absolute Highlight war aber eine Rutsche mit einer knapp senkrechten Neigung. Dem alleine nicht genug, war sie mit einer Falltüre ausgestattet, die einfach wegklappt und schon befindet man sich im gefühlten freien Fall. Die Mädels verweigerten, aber Markus und ich durften uns das nicht entgehen lassen. Doch ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich Schiss hatte. Eine geile Sache war es trotzdem, dieses scheißsteile Ding mit einem mords Speed runterzurutschen. Wir befürchteten, einen ungewollten Einlauf zu bekommen, da das Abbremsen nicht sehr sanft aussah, doch es war nichts davon zu spüren. Kann auch daran liegen, dass ich total verkrampft dahergekommen bin. Alles in allem kann man sagen, dass sich der teure Eintrittspreis auszahlte, denn es war das perfekte Alternativprogramm zu Sightseeing, Rollercoaster uns sonstigem. Nachdem wir alle Rutschen (mit Ausnahme von einer, wo die Mitarbeiterin meinte, dass es sich nicht auszahlt, eine Stunde darauf zu warten… Wahrscheinlich wird sie diesmal nicht Mitarbeiterin des Monats) durchprobiert hatten, packten wir zusammen, um sich im Hotel fertig zu machen für den zweiten Teil des Tages, der mit dem ersten All you can eat Buffett unseres Trips begann. Und das bei Cici’s, wo man mit Gutschein um ca. 12 Dollar ein großes Buffett an Pizza und Pasta, Salaten, Desserts und Getränken für zwei Personen bekommt. Eine Fressorgie sondergleichen. Obwohl einem das Essen ohnehin schon bis zum Hals stand, stopften wir ein Stück nach dem anderen in den Mund, bis wir dem Platzen nahe waren.

Der nächste Punkt auf unserem Plan war die M&M-World in Orlando, wo sich wie bereits in New York und Las Vegas alles um die kleinen bunten Schokolinsen drehte.
Schnell mit ein paar Mitbringseln versorgt, fuhren wir in die hoffentlich letzte Mall. Aber etwas anderes als in einem klimatisierten Einkaufszentrum herumzulaufen wäre sowieso viel zu anstrengend gewesen, denn obwohl es schon ungefähr halb 7 abends war, betrug die Außentemperatur noch immer verdammt heiße 36 Grad. Am Weg dort hin, sahen wir in großen Nebellettern am Himmel die Worte „LOVE YOU J“ stehen, geschrieben von einem Flugzeug. Wir dachten uns „Ooooh, wie süß, da macht ein Mann seiner Freundin sicher einen romantischen Heiratsantrag“. Es wurden immer mehr Buchstaben sichtbar. J. E. S. Wir dachten, die Frau heißt scheinbar Jessica oder so ähnlich, doch das Endergebnis war ein anderes: „LOVE YOU JESUS“. Ahaaa, naja, auch nicht schlecht. Doch kein Heiratsantrag. Keine Hochzeit. Keine tolle Geschichte, die noch die Enkel ihren Enkel erzählt hätten, wie der Antrag vonstatten gegangen ist. Als wir im Outlet ankamen, waren wir ein wenig enttäuscht, denn es war keine große Halle mit allen Stores, sondern unter freiem Himmel. Wieder nichts mit einer Abkühlung. Übrigens: Die Angestellten hier sind keinesfalls zu beneiden, denn die Shops haben alle bis 23 Uhr geöffnet. Und das jeden Tag, außer sonntags. Da geht es „nur“ bis 21 Uhr. Langsam machte sich auch eine Shopping-überfluss bemerkbar, denn die Anzahl an Sackerl sinkt von Mall zu Mall. Den Abschluss des Tages bildete ein Besuch im Bass Store, einem Laden, spezialisiert auf Jagdutensilien. Hier kann man angefangen von Patronen und Munition, über Campingkocher, bis hin zu Fuchsurin als Lockstoff alles kaufen. Inmitten des riesigen Geschäfts befindet sich außerdem ein Wasserfall mit einem Aquarium, wo diverse Angelruten getestet werden können.
Nun wird es aber Zeit fürs Bett, denn morgen steht der zweite Tag in den Universal-Studios am Plan. Die Vorfreude ist groß!
Einen schönen guten Morgen nach Hause!
Chris und seine Kollegen
PS: Markus und ich haben unser „Game of the most disgusting things“ übrigens schon wieder aufgegeben. Es wurde doch langweilig!




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