Für 50 Dollar pro Gruppe konnte man Fotos mit einem der Delphine machen. Alle Möglichkeiten, mit Delphinen zu schwimmen waren natürlich schon ausgebucht, weshalb wir die Chance nutzten, denn näher würden wir diesen Tieren mit der weichen, total glatten und trockenen Haut nicht mehr kommen.

Am Plan sahen wir, dass es auch hier ein Becken mit Stachelrochen zum Anfassen gab. Ich freute mich irrsinnig darauf, diese wunderbaren Tiere wieder einmal streicheln zu können. Doch die Zeit drängte, denn die nächste Show wartete schon. Die mit dem Killerwal. Sehr beeindruckend, was diese Tiere leisten können. Das war übrigens die weltweit einzige Show, in der ein riesiger Orca von fünf Weißbauch-Delphinen (die wohl kaum auf Deutsch so heißen) begleitet wird und das wurde stolz verkündet. Hier ist immer irgendwas das allerbeste und einzige der Welt. Vergleichbar wäre es mit der längsten vierzeiligen Lindenallee Europas in Ladendorf…
Gleich nach der Aufführung war es soweit und wir konnten für vier Dollar ungefähr 8 halbe Fische kaufen, um die Rochen zu füttern. Anita erklärte sich dankenswerterweise dazu bereit, zur Feier des Tages eine Runde Fischhälften für alle zu spendieren. Andere geben einen Drink aus, Anita Rochenfutter. Es war wieder ein super Erlebnis, wie diese sanften Tiere heranschwammen und das Futter einsaugten. Sie hatten außerdem großes Interesse an der Unterwasserkamera, die sie dauernd versuchten anzuknabbern. Ich denke, dass hier ein paar interessante Aufnahmen entstanden sind. Die Show mit den Seelöwen haben wir zwar verpasst, aber dafür haben wir uns die (zum Teil angeknabberten und geretteten) Meeresschildkröten, Nilkrokodile, Manatees und Tiere, die Rehen ähnlich sahen angesehen.
Im Gift-Shop hat sich Michi noch schnell einen Plüsch-Rochen gekauft und wir mussten unser Foto abholen. Insgesamt waren es acht Bilder, die allesamt erstaunlich gut aussahen, also kauften wir für läppische 25 Dollar alle auf CD. Machte in Summe 80 Dollar für acht Fotos. Guter Schnitt. Generell kann man sagen, dass das Seaquarium keineswegs so groß aufgebaut ist wie Sea World in Orlando, aber trotzdem einen Besuch wert war. Die Becken sind allerdings zum Teil recht klein gehalten.
Als Mittagsmahl gab es wahrscheinlich zum letzten Mal Burger von Burger King. Am Tisch gegenüber von uns nahm ein komischer Typ platz, der ständig herzlich lachte. Wir dachten zuerst, dass über unserem Tisch ein Fernseher ist, auf dem lustige Clips gezeigt werden, doch das einzige, was dort hang, war ein Plakat mit einem Whopper. Unheimlich witzig!
Heute war ja unser letzter Tag, weshalb wir noch einmal die Nähe zum Strand ausnutzen mussten. Außerdem brauchten wir ja noch eine Schicht Bräune auf unserer ohnehin schon gut gegrillten Haut. Und wo ginge das besser, als am Miami South Beach? Genau! Nirgends! Nach einiger Zeit wurde es langsam frischer, was uns dazu bewegte, uns wieder ins Hotel zu verziehen, um ein letztes Mal die Happy Hour bei der neuen, dümmlichen Kellnerin auszunutzen. Anschließend ging es ans Packen, denn morgen ist wieder Abflug angesagt. Weg von all dem American Way of Life. Weg vom Meer, vom Strand und der Sonne. Den protzigen Autos und den Posern darin. Aber auch weg von den Spaniern. Und spanischen Spaniern (ooh ooh, Insider-Alarm!). Die Vorfreude auf zu Hause ist aber auch schon da. Die Familie und Freunde, bodenständiges Essen, das eigene Bett. Und die eigene Bettdecke!
Eigentlich wollten wir uns heute ein Abendessen am direkt in der Mitte des Ocean Drives gönnen, doch für eine Pizza Margherita oder Penne um über 20 Dollar waren wir dann doch zu geizig. Also gingen wir wieder in das leckere Lokal von gestern, das nicht ganz so teuer war. Leckere Ribs für Michi, Wings für Markus und Pitas für Anita und mich. Eigentlich wollte ich noch Gebrauch vom Hotel-Angebot mit den gratis VIP-Tickets für einige angesagte Clubs machen, doch die Mitstreiter streikten leider. Somit schritten wir ein letztes Mal über den belebten, abendlichen Ocean Drive nach Hause in unser schwulenfreundliches Shelly-Hotel. Doch nicht ohne einen allerletzten Stopp bei Fat Tuesdays, in dem wir verwunderlicherweise die einzigen Gäste waren. Selbst das war bei Weitem angenehmer, als eine Horde Spanier!
Abschließend möchte ich den Trip noch ein wenig mit den vorherigen vergleichen. Einige Dinge haben sich zu unserer Reise vor zwei Jahren nicht geändert. Das wären zum Beispiel die Teile von kaputten Autoreifen alle paar Meter am Straßenrand. Oder die gemütliche Mentalität. Kein Stress, keine Hektik, einfach nur easy living, von Miami abgesehen. Deshalb ist es auch verwunderlich, dass man im Restaurant zum Teil schon die Rechnung bekommt, während man noch isst. Oder die großen Hupen der Frauen, die vom ungesunden Essen kommen müssen, anders konnten es sich Markus und ich nicht erklären.
Was diesmal aufgefallen ist, was sich geändert hat ist, dass die Autos geschrumpft sind. Vor zwei Jahren fuhr so gut wie jeder einen Spritfresser wie einen Pick-Up oder vergleichbares. Heute fahren hier sogar Minis und Smarts! An so etwas wäre vor zwei Jahren nicht zu denken gewesen. Scheinbar sind die Sprit-Preise auch hier saftig gestiegen, was die Einheimischen zum Umdenken bewegt hat. Außerdem ist uns aufgefallen, dass im Restaurant jetzt auch ständig gefragt wird, ob man gemeinsam zahlen möchte oder getrennt. Früher waren sie beleidigt oder angepisst, wenn man gesagt hat, man möchte getrennt zahlen, weil sie dann zwei Rechnungen schreiben musste.
Nun ist es wieder Zeit, sich zu bedanken, wie immer am Ende des Blogs. Zuerst bei meinen Eltern, die sich um meine „Geschäfte“ zu Hause und mein Chamäleon Donny gekümmert haben, bzw. Andi, der das Füttern über die Osterfeiertage übernommen hat. Und für das Borgen der Unterwasserkamera, mit der sicher einige coole Videos entstanden sind. Der nächste Dank richtet sich natürlich an euch, meine fleißigen Leser, die mich immer wieder (zum Teil zum Leidwesen meiner Mitstreiter) motiviert haben, weiter zu schreiben. Zu Guter letzt richtet sich mein Dank auch an meine Reisebegleiter, mit denen alles problemlos, ohne Diskussionen und Streitereien abgelaufen ist. Das ist nämlich keine Selbstverständlichkeit! Es war wieder ein wunderschöner Urlaub, der ruhig noch länger dauern könnte.
DANKE AN EUCH ALLE!
Morgen werden wir uns nach dem Checkout noch einmal den Pansen bei IHOP vollschlagen und anschließend auf den Flughafen fahren. Hoffentlich haut nun endlich alles so hin, dass wir gut heimkommen, nach all den Problemen mit der drecks Iberia-Airline. Sorry, aber ich musste es nochmals erwähnen! Sollte sich morgen noch etwas Erzählenswertes ereignen, gibt es noch einen abschließenden Beitrag, wenn nicht, war es dieser hier.
In diesem Sinne, nochmals ein herzliches Dankeschön an euch!
Liebe Grüße, Chris (der Schreiber des weltweit einzigen und meistgelesenen Blogs über vier Leute, die Anita, Michi, Markus und Chris heißen, um die Osterzeit auf der Ostküste der Vereinigten Staaten waren und Fat Tuesdays-Becher sammeln) und seine Krieger!



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