Wir haben australische Tiere gesehen!!!

Schönen guten Morgen oder Mahlzeit nach Österreich!

Was war das heut wieder für ein Tag. Ich weiß gar nicht, was ich zuerst schreiben soll, also fang ich am besten da an, wo ich gestern aufgehört habe. 
Die Nacht im Motel war für mich ein wenig unrund, da Kälte (so, Wolf Haas-Stil auch untergebracht). Wie in Amerika gibt es hier meistens nur eine große Decke pro Bett und wenn man eine besitzergreifende Freundin hat, muss Mann eben frieren. Aber ich hab’s überlebt und somit nutzten wir den Vormittag, um uns nochmals ein wenig in Torquay umzusehen. Hier hatten sogar die Parkbänke die Form von Surfbrettern. 

Scheiße, voll ausgesperrt!



 
Von unserer Freundin Birgit erhielten wir den Tipp vom Frühstück im Café Moby, unweit vom Motel entfernt. Und es war ein sehr guter Tipp! Für Anita gab’s einen Mango Smoothie (zählt vermutlich als eigene Mahlzeit) und ein Müsli mit verschiedenen Nüssen, Mohn, einer Birne, Pinienkerne, Kokosflocken, Milch und Vanillejoghurt. Schmeckte Weltklasse. Doch auch meine Wahl war nicht zu verachten. Scheinbar was typisch australisches, nämlich Egg & Bacon Roll. Auf gut Deutsch: Eine Art Semmel mit Salsa Sauce, darüber gebratener Speck, Cheddar Cheese und oben drauf noch ein Spiegelei. Mein Cholesterinspiegel hat sich gleich mal angspieben, aber das war egal!

Schweren Herzens setzten wir uns nach einem Spaziergang am Strand bis zu einem Kriegerdenkmal und einem Strandabschnitt voller Surfer wieder ins Auto und navigierten zum nächsten Hotspot, nämlich den Split Point Leuchtturm. 




Am Weg vom Parkplatz zum Turm blieb Anita plötzlich stehen, denn sie entdeckte endlich unser erstes typisch australisches Tier: Ein Echidna, oder auf Deutsch Schnabeligel. Anita gab ihm den Namen Howkie. Warum auch immer. Er heißt nunmal jetzt so.




Der Leuchtturm selbst war schnell abgehakt, da wir keine Tour machen wollten, daher haben wir uns eher auf die Aussichtsplattform gleich hinter dem Turm konzentriert.






Die Great Ocean Road entlang zu fahren ist schon alleine ein Erlebnis. Der Ausblick ist der Wahnsinn und die Serpentinen machen super viel Spaß beim Fahren. Mittlerweile hab ich mich schon an das meiste gewöhnt beim Fahren. Sogar das schimpfen wenn andere Fehler machen oder zu langsam fahren klappt schon ganz gut. Am verwirrendsten ist noch, dass die Hebel für Blinker und Scheibenwischer vertauscht sind. Aber egal, fahren wir halt mit der saubersten Frontscheibe Australiens herum. Die Great Ocean Road hat ihren Namen jedenfalls mehr als verdient! Nach einigen Lookouts (Aussichtspunkte) sind wir in unserem ziemlich netten Motel in Apollo Bay angekommen und haben uns erst mal mit dem Obst vom Queen Victoria Market in Melbourne gestärkt. 

Beim Visitor Center besorgten wir uns eine Karte von der Umgebung, wo auch einige Wanderwege eingezeichnet waren. Obwohl wir ja außerordentlich sportliche Wanderer sind (oder so..) wollten wir trotzdem mit einer leichten zwei Kilometer Tour anfangen. Die hat uns auch die nette Dame im Visitor Center empfohlen. Was die nette Dame allerdings angenommen hat war, dass wir mit dem Auto zum Start der Tour fahren würden. Und wir nahmen an dass der Start der Tour beim Visitor Center war. War er aber nicht. Er war ein Stück entfernt. Ein gutes Stück. Ein steiles Stück. Es trieb uns den Schweiß raus, als wir bergauf wanderten. Die Leute die uns im Auto entgegen kamen grüßten freundlich und dachten sich wohl „Ha, Idioten!“
Die Szenerie in Kombination mit den Geräuschen der Vögel erinnerte mich irgendwie stark an Jurassic Park. 





Als wir dann beim eigentlichen Start der Tour ankamen waren wir fix und fertig. Eh klar bei Temperaturen um die 30 Grad – hab gehört in Wien regnet es? Sorry, halt eh schon den Mund! Jedenfalls stellten wir fest, dass die alleinige Tour ohnehin nur ein kurzer Spaziergang war, bis wir schließlich unser Ziel erreichten: Den Marriners Lookout! Der Ausblick war der Hammer. Alle Anstrengungen waren vergessen. 




Wir setzten uns in die Wiese und genossen die Stille und die Aussicht für eine Weile, bevor die Sonne hinterm Berg verschwand und der Wind stärker wurde. Hinunter ging es erstaunlicherweise etwas schneller. Und dann stand es plötzlich vor uns, unserer erstes australisches Känguru! In freier Wildbahn! Ein sehr junges! Einfach so! Auf vier Beinen! Hoppelnd! Es war doch ein Hase.. 
Das letzte Stück des Rückweges gingen wir nicht auf der Straße, sondern am Strand und genossen den Sand zwischen unseren Zehen. Natürlich mussten wir auch probieren, wie warm das Wasser war. Sagen wir mal so, es wäre ein paar Zentimeter kalt! Außerdem sollte man den Wellengang nicht unbedingt unterschätzen. Denn wenn man eben erst gerade mal die Zecherl eingetaucht hat, kann man im nächsten Augenblick schon bis zu den Knien im Wasser stehen.




Frisch geduscht und hübsch gemacht (zumindest was man aus einem Gesichtswrack wie mir rausholen kann) gab’s zum Abendessen für Anita ein Viertel Grillhenderl und für mich Fish’n’Chips. Super fettig. Super ungesund. Super lecker. Normalerweise ernähre ich mich ja immer total gesund und esse nie Schokolade, viel Salat, Gemüse und Blumen, doch heute machte ich eben mal eine Ausnahme. 

Gott sei dank machten wir unseren Verdauungsspaziergang schon vor dem Essen, somit konnten wir uns vollgefressen und zufrieden aufs Motelzimmer zurückziehen und heute mal früher schlafen gehen, denn morgen müssen wir zeitig raus, um den Tag optimal nutzen zu können, denn es geht über die 12 Apostel nach Portland und ein Stück wieder retour nach Port Fairy. Vorfreude: Riesig!

Eine Antwort zu „Wir haben australische Tiere gesehen!!!”.

  1. Hahahahahaha!!
    ich hau mich ab mit euch =D

    Ich werde richtig neidisch beim Betrachten der Fotos….der WAHNSINN!!

    Ich mag Howkie…das Nichtstachelschwein 😉

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