Schönen guten Morgen, Tag, Abend oder wie spät es beim lesen dieses Beitrages eben gerade ist! Bei uns ist es jedenfalls gerade Abend und wir liegen beide ein wenig fertig am Bett im Beachfront Motel in Maroochydore an der Sunshine Coast. Vom Sonnenschein haben wir noch nichts gesehen. Eh klar, ist ja auch schon dunkel. Doch auch wenn es hell wäre würden wir die Sonne nicht sehen, da es derzeit ungefähr hundert Liter Wasser runterhaut. Pro Quadratmeter. Pro Sekunde. Es klingt, als würde jemand mit dem Kärcher unser Motelzimmer bearbeiten.
Der Tag begann mit dem üblichen „Ich schau nochmal, ob wir eh nix vergessen haben!“-Rundgang. Dadurch dass wir so viele Räume hatten, dauerte es ein wenig länger als sonst. Die Besitzerin machte auch nochmal einen Kontrollgang, da diese Apartments wieder besenrein übergeben werden müssen, also Geschirr muss abgewaschen sein, der Mist in den Müllraum gebracht werden und so weiter. Ordentlich – wie wir nunmal sind – passte alles und wir konnten uns auf den Weg machen. Doch davor schauten wir noch ein letztes Mal zum Strand von Surfers Paradise, über dem auch heute dicke Wolken hingen.

(Unser schöner Golf vor unserem Apartmenthaus)
Nachdem wir ja den Tagesplan mit dem gestrigen getauscht hatten, stand heute die Warner Bros. Movie World am Programm.
Wir waren bereits kurz vor halb zehn dort und waren somit bei den ersten Gästen dabei, die den Park betreten konnten. Brachte uns aber nicht viel, da die einzelnen Attraktionen ohnehin alle erst um zehn öffneten. Wir nutzten aber die Chance und gingen nach einem kurzen Rundgang direkt zu einer der Hauptattraktionen: Superman Escape. Obwohl sich die Drecksplagen aka Kinder vor schummelten schafften wir es, bei der ersten Fahrt dabei zu sein. Am geilsten war natürlich die Stelle, an der Superman in der Pre-Show auftaucht und uns beruhigte. „There’s only one Way to get out of this mess… Fast!“ Gesagt, getan. Denn genau wie bei Jet Rescue in Sea World handelt es sich auch bei Superman um einen Launched Coaster, der in nur zwei Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Und wie auch in Sea World gingen wir beim Ausgang raus und gleich wieder zum Eingang, um noch eine Runde von Superman gerettet zu werden. Der Zug, der eigentlich eine U-Bahn in Gefahr darstellen und evakuiert werden soll, wird nämlich von einer kleinen Superman-Figur angeschoben. Diesmal baten wir die junge Dame beim Einstieg, ein wenig warten zu dürfen, um in der ersten Reihe mitfahren zu können, was auch klappte und natürlich noch mehr Spaß machte.

Hier ein Video dazu:
http://youtu.be/siKw60INs0Y
Nachdem wir unsere Sachen aus den Lockers geholt hatten, grinste uns Mel, die Mitarbeiterin, die für die Superman-Achterbahn arbeitete an und plauderte ein wenig mit uns, da sie sich unsere Gesichter bereits gemerkt hatte. Sie meinte, sie wäre noch nie damit gefahren. Ich bot ihr an, für zehn Minuten ihren Job zu übernehmen, doch das lehnte sie ab.
Als nächstes stand noch eine Runde am Arkham Asylum Coaster an, der sich auf das bekannte Gefängnis bzw. Heilanstalt aus der Batman-Stadt Gotham bezieht. Es war zwar der einzige (funktionierende) Looping-Coaster, machte aber aufgrund des unruhigen Laufs nicht so viel Spaß.
Video-Link: http://youtu.be/oSFRpJO2xgE
Nach dem netten Scooby Doo Spooky Coaster gönnten wir uns noch eine Runde mit den Wild West Falls, einer Wasserbahn durch den Wilden Westen. Wir hatten das Glück, dass vor uns zwei Kampfkolosse saßen (http://youtu.be/1tYB3UME0uI), die scheinbar das Gewicht im Boot ungleich verteilten und es so schafften, dass wir um einiges nasser wurden als die anderen. Nämlich bis auf die Unterhose. Also Anita. Ich nicht. Ich hab nur ausgesehen als hätte ich mich angemacht. War auch nicht besser…

(Leicht durchnässt)
Nach dem sündhaft teuren Themepark-Essen zu Mittag unterstützten wir die Justice League, bestehend aus Wonderwoman, Flash, Green Lantern und einigen anderen Superhelden mit unseren Laserkanonen im Kampf gegen das Böse. Da gab es die richtigen Kämpfer, die sich mächtig ins Zeug legten und einer Menge Aliens die Birne wegpusteten. Und dann gab es diejenigen, die sich bemühten, fleißig mitzuhelfen. Und dann gab es Anita.

(Links meine Punkte, rechts die von Anita)
Aber ich bin mir sicher, dass ihre Pistole nicht richtig justiert war und eigentlich gar nicht funktionierte!
Obwohl wir schon nach der ersten Fahrt mit Arkham Asylum leichte Kopfschmerz hatten, entschieden wir uns trotzdem nochmals für eine Runde, da die Warteschlange ziemlich kurz war und wir noch ein wenig Zeit übrig hatten bis zur Stunt-Show. Und Überraschung Überraschung, auch die zweite Fahrt war nicht angenehmer, sondern verstärkten die Kopfschmerzen noch. Um ein wenig runter zu kommen und unsere Köpfe zu beruhigen sahen wir uns die Stunt Driver Show an. Ich hätte mir ein bisschen mehr erwartet. Insgesamt waren fünf verschiedene Autos und ein Buggy dabei, von denen immer dieselben zwei durch quietschende Reifen beim Driften die Luft mit dem Geruch von verbrannten Gummi bereicherten. Am Schluss fing absolut ohne Zusammenhang noch das Dach eines Hauses zu brennen an. Warum auch immer. Wahrscheinlich weil alles mit Feuer spektakulärer wird. Normalerweise.
Das Kopfweh hatte sich inzwischen wieder verzogen und somit waren wir bereit für eine weitere Runde mit dem Superman Coaster. Diesmal mussten wir am längsten bisher warten, nämlich knapp 25 Minuten. Lächerlich im Vergleich zu den amerikanischen Parks oder Disneyland vor ein paar Jahren, wo wir auch schon mal bis zu zwei Stunden angestanden sind für ein paar Sekunden Spaß. Eine zweite Runde ging sich leider nicht mehr aus, denn die Parade rückte näher, die wir sehen wollten. Wie so ziemlich alles in dem Vergnügungspark war es zwar sehr nett, wenn man es mit amerikanischen Parks vergleicht aber ein wenig zu halbherzig. Beispielsweise die Dekoelemente der einzelnen Attraktionen, oder die Wägen bei der Parade.

Wir suchten uns in weiser Voraussicht ein Plätzchen direkt vor dem Kino, denn gleich danach wollten wir uns noch Rio – The 4D Experience geben. 4D, das ist das, wo man mit 3D-Brille auf einem Sitz Platz nimmt, wo man mittels Pfft-Pfft-Pfffft-Pfft synchron zum Film durchgeschüttelt wird. Die Story von Rio – der Animationsfilm mit den beiden blauen Spix-Aras – war im Grunde genommen dieselbe wie im Film, nur stark gekürzt. Die unsanften Pfft-Pfffts waren nicht sonderlich hilfreich gegen die beendet geglaubten Kopfschmerzen und so gab uns das 4D-Kino den Rest. Wir erklärten den Tag für erfolgreich beendet. Auch wenn zwei der Hauptattraktionen wegen geplanter Wartung beziehungsweise einem vor ein paar Wochen verlorenen Rad nicht in Betrieb waren und die einzelnen Bereiche ein wenig lieblos oder halbherzig behandelt wirkten, war der Park trotzdem einen Besuch wert und machte uns Spaß.

(Wäre cool gewesen, hat aber leider vor ein paar Wochen bei einer Fahrt ein Rad verloren und musste daher geschlossen werden)
Als kleinen Snack zwischendurch knabberten wir beide jeweils noch eine Kopfwehtablette am Parkplatz, bevor wir uns ins Auto setzten und die 150 Kilometer lange Fahrt an die Sunshine Coast auf uns nahmen. Geplant waren knapp 90 Minuten Fahrzeit, daraus wurden aber über zwei Stunden, da es aufgrund von starken Regenfällen immer wieder zu Verzögerungen kam. Endlich in Maroochydore angekommen waren wir schon auf unser Zimmer gespannt, da es sich eigentlich um ein Themenmotel handelt, bei dem sich jedes Zimmer einem eigenen Thema widmet. Welches Thema unser Zimmer hat wissen wir nicht genau. Ich hätte gesagt es ist tunesisch, es könnte aber auch Schokolade sein. Oder einfach das Restlzimmer. Wir wissen es nicht so genau.

Zum Abendessen gab es ausnahmsweise was nicht ganz so ungesundes, nämlich ein Pita, gefüllt mit Salat, Chicken, Zwiebel und jede Menge anderem Zeug. Das reichte vollkommen aus, da wir uns tagsüber ohnehin andauernd mit diversen Süßkram, Popcorn (kein Themenpark-Besuch ohne Popcorn!!) und sonstigem Müll vollgestopft hatten. Nun sind wir froh, rechtzeitig wieder im Zimmer angekommen zu sein, da wir sonst innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde wieder bis auf die Haut nass gewesen wären. Und bei so etwas reicht es, wenn man es einmal am Tag erlebt..
Was morgen passiert wissen wir noch nicht so genau, da wir alles vom Wetter abhängig machen werden. Sollte es weiterhin so pissen, lassen wir uns eine Pizza liefern und schlafen den ganzen Tag. Viel anderes kann man bei so einem Wetter ohnehin nicht machen. Aber wir sind zuversichtlich, dass morgen die Sonne wieder scheinen wird und wir einen schönen Tag an der Sunshine Coast verbringen können. Wäre ja schade, wenn die Gegend ihrem Namen nicht gerecht werden würde..
Bis morgen!
Tüdelü, Freunde!









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