Welcome to Canada!

Tadaaaa, wir haben es geschafft. Wir sind also tatsächlich in Kanada angekommen!

Gescheitert wären wir allerdings beinahe schon in Wien während der Fahrt zum Flughafen, denn scheinbar hatten wir die falschen Tickets gekauft. Dieselben wie sonst auch immer aber die unnatürlich böse wirken wollende Regenbogen-Regina von den ÖBB hat uns darauf hingewiesen, dass diese seit 16 Jahren nicht mehr gültig wären und sie es uns ausnahmsweise nochmal durchgehen lassen würde. Danke dafür, du gute Seele!

Endlich am Flughafen angekommen wurden wir trotz unfassbar vieler Menschen zügig abgefertigt und konnten leicht verspätet mit unserer Austrian Boeing 767 mit dem Namen India abheben. Wir waren anfangs ziemlich skeptisch, wie wir den über acht Stunden langen Flug mit den Kids überstehen sollen und waren auf das Schlimmste eingestellt. Durch das hervorragende On-Board-Entertainment (ich hab Mad Max: Fury Road und Hinterholz 8 geschaut) und die glückliche Tatsache, dass der Osterhase Tablets für die Kids gebracht hatte, verging die Zeit viel schneller als gedacht.

Du, nein, stört mich eh nicht, wennst auf meinem Touchscreen herum drückst.

Nur Julia hatte zwischendurch einen Heulanfall. Nicht weil sie nicht bekommen hatte, was sie wollte, sondern weil bei ihrem Film Ponyherz gemeine Diebe ein Pferd stehlen wollten. Das war dann doch zu viel für das kleine Pferdemädchenherz und die Emotionen kochten über. Schnell wieder beruhigt war es auch schon an der Zeit für die Landung. Punktgenau um 13:50 Uhr Ortszeit setzten wir in Montreal auf und durchschritten in Rekordzeit jegliche Einwanderungs-, Pass-, Gepäck-, Gesichts- und was weiß ich was für Kontrollen. Wir waren natürlich top vorbereitet und haben sämtliche Anträge bereits im Voraus gestellt, was empfehlenswert ist!

Unser erster Weg auf kanadischem Boden führte uns zur Mietwagenstation, wo bereits locker 100 Leute auf ihr Auto warteten. Das war nicht unbedingt das, was wir uns gewünscht haben, wäre es doch für die Kinder normalerweise bereits Schlafenszeit gewesen. Aber siehe da: die Leute standen alle bei AVIS und Budget an. Wir haben unser Auto aber via ÖAMTC bzw. ADAC bei Alamo gebucht. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir alle nötigen Unterlagen beisammen und der Agent ging uns erfreulicherweise wider Erwarten nicht mit drölf Upgrades und zusätzlichen Services auf den Sack. Selbst die bestellten Kindersitze waren kein Problem. Dann stieg die Nervosität, welches Auto es denn werden würde. Und auch hier waren wir sehr zufrieden als wir ein Auto blinken sahen: Ein GMC Terrain! Schnittiges Gefährt, gut ausgestattet und genau so viel Platz wie benötigt. Viel mehr Gepäck darf es dann aber auch schon nicht mehr werden. 

Der erste Weg führte uns natürlich stilgerecht zu Walmart. Für mich war das so ziemlich der ultimative Anhaltspunkt, tatsächlich wieder in Nordamerika zu sein! Chips in 38 verschiedenen Geschmacksrichtungen, Glückwunschkarten von „Sorry for your loss“ bis hin zu „Happy for you this jerk‘s finally dead“ und Zuckerrohrstangen wofür auch immer. Anita und Kerstin haben sich eine lokale Prepaid-SIM-Karte gekauft um nicht ständig auf WLAN angewiesen zu sein (ich hab mich vorab schon für eine eSIM von Holafly entschieden), somit spielte uns das schier unendliche Portfolio von Walmart durchaus in die Hände. Kleine Randnotiz: Emilia ist davon überzeugt, dass man in Kanada mit Dollar Chips zahlt!

Am Weg zum Hotel habe ich es dann innerhalb kürzester Zeit geschafft angehupt zu werden, die falsche Ausfahrt zu nehmen und bei Rot über die Kreuzung zu fahren. Unterm Strich also ein solider Start! Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass die Ampeln hier teilweise eigenartig sind und völlig unvorbereitet hysterisch blinken. Abgesehen davon, dass zwischen einer und fünf Anzeigen pro Ampel alles normal ist. Nach einer halbstündigen Fahrt durch den Abendverkehr haben wir das Marriott Chateau Champlain erreicht, welches wir für die nächsten Tage unser Zuhause nennen dürfen. Auf der Suche nach dem erstbesten Fast Food Laden fürs Abendessen erkundeten wir das nähere Umfeld, spazierten durch den Park der tausend Eichhörnchen (oder Einhörnchen wie Julia sie nennt) und kehrten schließlich mangels Alternativen bei McDonald’s ein. 

Durstiges Einhörnchen

Am Heimweg entdeckten wir noch eine vermeintliche Eishockeyarena, doch für genauere Erkundungen war die Müdigkeit dann doch schon zu groß. Nun liegen die Kids im Bett und sind um 1:30 Uhr österreichischer Ortszeit eingeschlafen wie Dornröschen nachdem sie sich an der Spindel gestochen hatte. Hundert Jahre werden sie hoffentlich nicht schlafen, aber wir hoffen zumindest auf 10 erholsame Stunden. Apropos schlafen.. Gute Nacht und bis morgen! 

Ein paar Schnappschüsse des Tages:

Cracker und Wein: Das Frühstück der Champions!
Praktisches Hundeklo am Flughafen. Geht im Notfall auch für Kinder.
Ein Paradies für Farbenblinde: Das Chipsregal bei Walmart
Aussicht vom Hotelzimmer
Erster Rundgang durch Montreal
Montreal: Wo Cowboystiefel und Dreads auf gelbe Crocs und Caps treffen.
Egal ob Habs oder Caps.. Hauptsache Hockey!

4 Antworten zu „Welcome to Canada!”.

  1. Avatar von sublimehappilye31a6ada3e
    sublimehappilye31a6ada3e

    Wo nimmst du bloß die Zeit her um so einen vergnüglichen, ausführlichen Bericht zu schreiben? Bewundernswert!! Freu mich schon auf den nächsten Teil und wünsche euch wunderschöne, tolle, aufregende Tage!!!!

    P. S. Hab die Kommentarfunktion im Blog noch nicht ganz durchschaut 🤦‍♀️

    LG Eveline

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    1. Irgendwo zwischen Wartezeit am Flughafen, während ich warte bis die Kinder endlich Zähne geputzt haben und bevor mir die Augen zufallen im Bett. 🤭
      Ich muss die Kommentare erst genehmigen, vielleicht liegts daran.

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      1. Avatar von sublimehappilye31a6ada3e
        sublimehappilye31a6ada3e

        Kann ich den link auch der Elfi (weißt eh die alte Freundin von uns, die auch damals dein Buch und deinen Blog so nett gefunden hat) weitergeben?
        Schönen Tag und herzlichen Gruß an deine Mädels 😘
        Eveline

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      2. Hab ihr schon geschrieben, du kannst ihn aber gerne nochmal weiterleiten.
        Hoffentlich nimmt sie dir das mit der „alten Freundin“ nicht übel 😅

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