Quebec, wie süß du doch bist!

Das Wichtigste zu Beginn: Am Ende des Beitrages findet ihr eine Anleitung bzw. Erklärung für die Kommentarfunktion!

Nun zum Blog: Mittlerweile hat es sich ja irgendwie eingebürgert, die Beiträge mit dem langweiligsten Thema von allen zu beginnen: unserem Schlafrhythmus. Aufgrund der Schmäle (gibt’s ein passendes Wort dafür?) der Betten haben wir uns dazu entschlossen, die Kids für die Nacht auf die zwei Queensize-Betten aufzuteilen. Eine bedingt gute Idee. Neben mir kuschelte nämlich Emilia mit ihrer weichen Decke. Und mit kuscheln meine ich, sich in alle möglichen Richtungen zu strecken und zu treten. Und mit weicher Decke meine ich mich. Highlight war, dass wir es irgendwie geschafft hatten, mit den Köpfen so stark zusammen zu stoßen, dass wir beide munter wurden. 

Im Zimmerpreis inkludiert war auch das kontinentale Frühstück, das eigentlich recht umfangreich war. Unter anderem gab es Cheerios mit Milch, verschiedene Muffins, gekochte Eier und etwa zwölf Sorten Weißbrot. Die einzige Möglichkeit, unserem gewohnten Schwarzbrot näher zu kommen ist übrigens, den Röstgrad des Weißbrots im Toaster zu erhöhen. Frisch gestärkt navigierten wir mit dem Auto zur Altstadt von Quebec und parkten in der öffentlichen Tiefgarage vom Hilton Hotel. Parken ist nämlich immer ein wenig schwierig, aber das Parkhaus lag gut und die Tagespauschale war mit 20$ relativ gering. Als ersten Stopp wählten wir das Château Frontenac, ein beeindruckendes Hotelgebäude und vermutlich das meistfotografierte Motiv in Quebec. Wir wissen übrigens wieder mal nicht, wie man es korrekt ausspricht. Aber damit geht es uns vermutlich genauso wie 98% aller anderen Touristen. 

Massiv!
Die Promenade lädt zum Flanieren ein.

Wir spazierten die breite Promenade entlang bis zu den 310 Stufen rauf zur Zitadelle, einer teilweise noch heute von der kanadischen Armee genutzten, sternförmigen Festung. Von oben und auf den Plänen sieht sie in etwa so aus:

(Bild gfladert von Wikipedia)

Wenn man davor steht, dann eher so:

Vom Stern ist nicht viel zu sehen…

Wie in London gab es auch bei der Zitadelle zwei Guards, die wohl eher als Fotomotiv dienen als einen anderen Zweck erfüllen. 

Heast, geh nicht weg, wenn ich ein Foto machen will!

Betreten darf man die meisten Teile nur mit einer geführten Tour, die wir aber nicht mitmachen wollten, da es für die Kids vermutlich zu wenig spannend gewesen wäre. Stattdessen entdeckte Emilia direkt neben der Zitadelle ein Museum und nach einer kurzen Recherche worum es denn darin überhaupt ging, kauften wir die Tickets und schon waren wir mittendrin im The Plains of Abraham Museum. Es handelte von den Schlachten, die 1759 und 1760 genau an derselben Stelle geschlagen wurden. Wirklich viel historischen Hintergrund haben wir nicht erfahren, aber es gab einige lustige Dinge auszuprobieren und wir hatten unterhaltsame anderthalb Stunden. Unter anderem konnten wir die komplette Ausrüstung eines Soldaten anprobieren, erfuhren wie eine Muskete funktioniert und welche Art von Kanonenkugeln es gab. Das war auch unsere heutige Gemeinschaftsschätzung:

Julia beim Probeheben

Anita: 12 kg

Chris: 3,5 kg

Emilia: 500 kg

Kerstin: 2 kg

Julia: 26 kg

Richtig waren jedenfalls 5,4 kg pures Eisen. 

Drummer statt Drama!
Packesel vom Dienst
Sympathische Zeit.. zumindest teilweise.

Fürs Mittagessen wählte Anita das Lokal D‘Orsay in der Innenstadt und endlich hatten wir die Möglichkeit, die kanadische Nationalspeise Poutine zu kosten. Es handelt sich hierbei um Pommes mit Bratensauce und Mozzarella-Würfel oben drauf. Relativ einfallslos, aber geil! 

Poutine!
Unter dem Berg von Wiese sind auch noch Nachos mit Käse versteckt.
Das Dessert vom Kindermenü – und jetzt Schluss mit Essensfotos, sonst glaubt man noch, wir sind nur wegen des Essens im Überfluss nach Nordamerika gekommen. Solche Leute soll’s tatsächlich geben..

Nachdem auch Quebec seine eigene Notre Dame hat, die genau neben dem Lokal lag, machten wir auch dort noch schnell ein paar Fotos, bevor wir durch die restliche Altstadt spazierten. Normalerweise würde ich dieses Wort niemals benutzen, aber ich finde, zu dieser Stadt passt es einfach perfekt: entzückend! Alles ist irgendwie so schön anzuschauen, die Fenster und Straßen sind mit Blumen übersät, alles sieht gepflegt aus und man fühlt sich irgendwie einfach wohl. Hier merkt man auch, was Kanada hat und was Amerika fehlt: Kultur und Geschichte!

Notre Dame
Überall Blumen und Grün!
Schon ganz schön schön!

Die Koffeinreserven von Papa und Eisreserven der anderen Reisenden waren schon auf ein kritisches Level gesunken, somit stellten wir das Auto vor unserem Hotel ab und spazierten zu McDonald’s direkt gegenüber, um dem drohenden Kollaps entgegen zu wirken. Ich dachte mir „Hmm, Small ist vielleicht für einen Kaffee zu klein, ich hätt gern mehr als einen Espresso!“. Leider hab ich vergessen, dass wir in Kanada sind (laut Julia sind wir in Okratien!) und hier in anderen Größenordnungen gemessen wird. Nur gut, dass die Plörre so seicht war, dass man sie trinken konnte wie einen Softdrink. 

Geschätzte 400 Milliliter Muntermacher.

Da die Plätze im Schmutzwäschesack schon recht gut gebucht waren, nutzten wir den Laundry Room des Hotels, da wir aus Platzgründen Gewand nur für ungefähr eine Woche eingeplant hatten. Zu unserer Verwunderung funktionierte dies sogar erstaunlich gut. Abendessen gab es anschließend wieder im Hotelzimmer: Baguette mit Wurst und Käse, dazu einen üppigen Obstteller und eine Premiere in Kanada: Wein! Kanadischer Pinot Grigio, der überraschenderweise wirklich gut ist. Jetzt sitz ich also hier wie ein Assi vor dem Zimmer, schaue auf unser Auto und den Parkplatz, genieße mein Gläschen Wein und schreibe nieder, was heute so passiert ist. 

Morgen verlassen wir Quebec auch schon wieder und fahren weiter in den Osten. Nächster Halt: Tadoussac! 

Unsere heutigen Highlights des Tages:

  • Anita: Die liebevoll gestalteten Blumenarrangements in der ganzen Stadt
  • Julia: Das Pferd füttern 
  • Emilia: Einfach das Zusammensein
  • Kerstin: Die Trommeln im Museum ausprobieren und das Spazieren durch die Altstadt. 
  • Chris: Das eindrucksvolle Château Frontenac. 

Noch ein paar heutige Schnappschüsse:

Überall in der Stadt verteilt findet man pinke, aufblasbare Figuren.
Was da wohl drin ist?
Irgendwie süß, wie der Soldat den Guard mit Wasser füttert.
Die ganze Stadt erinnert mit ihren Bauten und den vielen Hügeln irgendwie an San Francisco
Die Kids durften das Pferd mit Karotten füttern.
Jedes freie Platzerl ist zugepflanzt mit bunten Blumen.
Panoramablick auf den St. Lorenz Strom
Was ich nie verstehen werde: Wieso muss bei allen Klotüren oben, unten und vor allem seitlich so ein breiter Spalt sein? Wer sieht anderen schon gerne beim Kacken zu??

Anleitung für Kommentare:

Leider hab ich jetzt schon mehrfach die Rückmeldung bekommen, dass es Probleme bei der Kommentarfunktion gibt, daher hier eine kleine Anleitung:

Schritt 1: Kommentar eintragen
Schritt 2: Darunter öffnet sich automatisch ein Bereich mit weiteren Feldern, die ausgefüllt werden müssen. Keine Sorge, ihr könnt auch irgendeine Fantasie-Adresse angeben und müsst nicht eure richtige E-Mail-Adresse nehmen! Erst nach einem Klick auf „Kommentar“ wird euer Text gespeichert und muss anschließend von mir freigegeben werden.

Ich weiß, es ist leider ein wenig kompliziert, aber anders derzeit nicht möglich. Daher freue ich mich umso mehr über jeden einzelnen Kommentar von euch!

9 Antworten zu „Quebec, wie süß du doch bist!”.

  1. Avatar von lieblingsschwestermichi
    lieblingsschwestermichi

    Das ist der wohl beste Blog, den ich je gelesen hab! Gut, ich lese ja auch keine anderen Blogs. 😉
    Freu mich immer in der Früh zu lesen, was ihr erlebt habt! Wünsch euch weiterhin eine schöne Zeit in Kanada und viele Bussis an alle!

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  2. Avatar von profoundlyhideoutab42197251
    profoundlyhideoutab42197251

    Ein richtiger geiler Block, wusste gar nicht, dass so eine kreative Ader in dir steckt.

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  3. Avatar von profoundlyhideoutab42197251
    profoundlyhideoutab42197251

    Ein richtig geiler Block, wusste gar nicht, dass du so eine kreative Ader hast.

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  4. Deine Beiträge sind einfach grandios. Tolle Fotos, interessant erzählte Tagesabläufe und lustige Schätzspiele. Freue mich schon auf weitere Berichte.

    Drücke euch ganz fest.

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  5. Avatar von sublimehappilye31a6ada3e
    sublimehappilye31a6ada3e

    Wie schon gesagt, ich freue mich jeden Tag auf deinen Bericht….. Vergnüglich zu lesen, viele Infos und herzerwärmend 😆

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  6. Guten Morgen , ihr Lieben😄 Die Gute-Nacht-Geschichten sind schon spannend zu lesen😴 die Bilder von Quebec sind wunderschön. Chris, die Uniform steht dir echt gut👍 ganz toll finde ich, dass Emilia Platz und Energie hat, Räder zu schlagen🤸. Wir wünschen euch einen schönen Tag und eine gute Weiterfahrt. Bis bald SuI 😘

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  7. Deine Blogs sind wie immer grandios. Tolle Berichte, fantastische Fotos und lustige Schätzspiele.

    Danke, dass wir die Reise so miterleben dürfen.

    Drücke euch!

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  8. Avatar von Cockroach-Carry
    Cockroach-Carry

    Danke, für den wohl weltbesten Blog überhaupt und dass wir dadurch Teil eurer Reise sein dürfen. ☺️ Deine Berichte sind (wie immer) herrlich zum Lesen!
    Habt noch einen wunderschönen Aufenthalt 🥰😘

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  9. Wahnsinnig cool, du hast das Blog schreiben einfach drauf und lese sehr gerne mit 🤩

    Schönen Urlaub noch 😎

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