Here we go again, time for the next trip! Heuer wird es zwar nicht ganz so aufregend wie vor genau einem Jahr in Kanada, aber trotzdem werden wir hoffentlich viel Erzählenswertes erleben.
Heute hat es uns nämlich für eine ganze Woche in die zweitgrößte Stadt Schwedens verschlagen: nach Göteborg! Warum gerade Göteborg? Das wissen wir irgendwie selbst nicht so genau. Ursprünglich war eine Tour durch den hohen Norden Deutschlands geplant, aus der aber aus irgendwelchen Gründen doch nichts geworden ist. Somit habe ich mal recherchiert, wo man denn sonst hinfahren oder -fliegen könnte, wo es etwas zu sehen und einen Freizeitpark gibt. Und tadaaa, hier sind wir nun!
Durch die diversen Streckensperren im Wiener Schnellbahnnetz mussten wir über Umwege zum Flughafen fahren, aber trotzdem funktionierte alles überraschend gut und wir kamen rechtzeitig an.

Die freundlichen Crew-Ladies der Austrian Maschine versorgten die Mädels mit einem Plüsch-Flugzeug, Malsachen und kleinen Spielen, was mich ehrlicherweise überrascht hat. Bisher kannte ich das nur von Emirates, dass die Kids kleine Aufmerksamkeiten erhalten, um den Flug angenehmer zu gestalten. Die knappen zwei Stunden Flugzeit vergingen super schnell und wenig aufregend. Die Kinder spielten am Tablet, Anita las ihr Buch und ich döste zur neuen Folge Hawi D‘Ehre dahin.

Kurz nach 14:30 Uhr, keine zwei Minuten nachdem wir eingestiegen sind, fuhr der zuvor online gebuchte Flughafenbus los und brachte uns ins Stadtzentrum zur Station mit dem klingenden Namen Kungsportsplatsen. Sieben Minuten Fußweg von dort entfernt befindet sich unser Hotel, das Radisson Blu Scandinavia.


Nach einer kurzen Rast machten wir uns auf den Weg, um die Umgebung auszukundschaften. Bereits bei der Recherche zu Hause, was man denn in Göteborg so alles machen könnte, tauchte vor allem eines immer wieder auf: Die Paddan City Canal Tour. Glücklicherweise war die Einstiegstelle in unmittelbarer Nähe unserer Unterkunft, also kauften wir die Tickets für umgerechnet 58€ für die nächste Tour 30 Minuten später.
Kapitän Thomas steuerte das Boot gekonnt durch die zahlreichen Kanäle, während unser Tourguide (mit einem typisch schwedischen Namen, den ich mir natürlich nicht merken konnte) allerhand Interessantes über die Stadt erzählte, die aufgrund der vielen Kanäle auch „Venedig des Nordens“ genannt wird. Wir fuhren vorbei an Teilen der alten Stadtmauern, dem Karlatornet (das mit 246 Metern höchste Gebäude Skandinaviens), alten Kriegsschiffen, bis hin zur Feskekörka, der Fischkirche genannten Fischmarkthalle.





50 Minuten später kamen wir wieder beim Ausgangspunkt an und spazierten Richtung Nordstan, dem größten Shoppingcenter der Stadt. Am Weg dorthin bemerkte Emilia, dass es hier doch tatsächlich viele schöne Menschen gibt. Und sie hatte recht. Nicht nur die typischen Ur-Schweden mit strohblonden Haaren und leuchtend blauen Augen. Irgendwie sehen die meisten Menschen hier gut aus. Aber wie auch immer… Nach einem kurzen Abstecher in den Supermarkt war die Stimmung langsam am Kippen, da wir außer einer Wurstsemmel am Wiener Flughafen noch nichts Ordentliches gegessen hatten.

Energiepegel: sinkend 🔻
Hungergefühl: stark steigend 📈
Grantlevel: explodierend 💥
Gefährliche Kombination. Leben am Limit! Um einen kompletten Breakdown zu verhindern kehrten wir im Restaurant Zur goldenen Möwe, besser bekannt als McDonald‘s, ein, und was soll ich sagen? Wir wurden tatsächlich enttäuscht. Das war mit Abstand der mieseste Mäcces-Besuch ever. 20 Minuten Wartezeit (zählen mit hungrigen Kindern doppelt, wenn nicht gar dreifach!), zweimal Reklamation wegen falscher Getränke und fehlender Produkte, dreckige Tabletts und so weiter. Wären die Zwerge nicht schon am Verhungern gewesen (Eigenaussage!), hätten wir wohl alles zurück geschickt und das Geld zurück verlangt. Aber lassen wir uns davon den Urlaub verderben? Nooooiiin, natürlich nicht! Oder von den zwölf mentalen Zusammenbrüchen vor dem Schlafengehen unseres kleinen Fräulein Geschickt*? Natürlich nicht! Das gehört zum Leben schließlich genauso dazu wie Zimtschnecken zu Göteborg.
Was uns die nächsten Tage erwarten wird wissen wir noch nicht so genau. Morgen werden wir jedenfalls Haga, also das Viertel rund um die Altstadt unsicher machen. Ein Tag ist für einen Ausflug zu den Inseln rund um Göteborg reserviert, ein weiterer für den Slottskogen bzw. das eine oder andere Museum. Und zu guter Letzt haben wir dann natürlich auch noch zwei Tage in Liseberg, dem größten Freizeitpark Skandinaviens, geplant.
Bis bald! Oder wie wir Schweden sagen: Många bäckar små gör en stor å
*aufmerksame Blogleser können sich vielleicht noch an die Kanada-Reise erinnern, als sich Julia selbst so bezeichnete und im selben Augenblick die Stufen hinauf stolperte.
Hinterlasse einen Kommentar